Tennis in den Genen, Eishockey im Herz

VN / 07.08.2019 • 09:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Dornbirner EC wird für Stürmer Sam Antonitsch die dritte Station in der Erste Bank Eishockeyliga. dec
Der Dornbirner EC wird für Stürmer Sam Antonitsch die dritte Station in der Erste Bank Eishockeyliga. dec

Sam Antonitsch, Sohn von Tennislegende Alexander, heuert beim Dornbirner EC an.

Dornbirn Der Name Antonitsch ist vor allem im Tennis ein Begriff. Alexander Antonitsch (53) gewann in seiner aktiven Karriere vier ATP-Turniere, spielte über eine Million Dollar an Preisgeld ein und ist aktuell Turnierdirektor in Kitzbühel. Karin Oberleitner (51), Mutter des Dornbirner Neuzugangs, war ebenfalls aktiv mit dem Tennis verbunden, Schwester Mira (20) ist Mitglied der österreichischen FedCup-Mannschaft. Auch Sam Antonitsch galt auf dem Tenniscourt als Talent, dem mittlerweile 23-Jährigen war aber das Eisoval vertrauter. Den gebürtigen Villacher zog es von Kindesbeinen an in die Eishalle, sein Opa väterlicherseits war 1923 Gründungsmitglied beim Kärntner Traditionsklub VSV.

Groß und robust

Antonitsch Junior wechselte in der Saison 2011/12 zum Europa-Ableger der Okanagan-Hockey-Akademie nach St. Pölten, war dort u. a. Teamkollege von Philipp Pöschmann. Zwei Saisonen verbrachte er bei den Connecticut Junior Rangers in der amerikanischen USPHL, war dort zweimal der beste Scorer seiner Mannschaft. Bei Wilkes-Barre in der NAHL war er 2016/17 der drittbeste Punktebringer, ehe der Ruf zum Villacher SV (drei Tore, vier Assist in 57 Spielen) in die Erste Bank Liga erfolgte. Innsbruck (zwei Treffer, zwei Vorlagen in 52 Partien) hieß der letzte Station, für Kitzbühel war er zudem in der Alps Hockey League vier Mal (ein Tor) im Einsatz. In der Vita stehen auch sechs Nominierungen für die Nationalmannschaft. Groß, robust und talentiert wurde er bei der Vorstellung in Innsbruck vor einem Jahr beschrieben. Ein Kind von Traurigkeit ist Antonitsch auch nicht, er weiß seine 1,86 Meter und 92 Kilo einzusetzen. In der Vormittagseinheit stand der Flügelstürmer gestern erstmals mit seinen Bulldogs-Kollegen auf dem Eis.
Ebenfalls neu im Training zeigte sich Simon Wolf. Der 21-jährige Verteidiger absolvierte bisher sechs Spiele für die Vienna Capitals in der EBEL, war auch für das KAC-II-Team in der Alps Hockey League, sowie bei den Junioren und im Farmteam der Capitals im Einsatz. Wolf wurde vom Kooperationsteam Bregenzerwald für die kommende AHL-Saison bestätigt.
Dornbirn-Coach Jussi Tupamäki teilte gestern die erste Trainingseinheit, beschäftigte zuerst die Stürmer, übte dann gesondert mit den Verteidigern. Am Nachmittag stand wiederum taktische Schulung auf dem Programm.

Kader Dornbirner EC
Tor

29 Rasmuss Rinne (29)
20 Felix Beck (17)
31Matthias Tschrepitsch (20)
69 Karlo Skec (21)
Abwehr
59 Maximilian Egger (21)
22 Joel Johansson (29)
2 Olivier Magnan (33)
5 Mikko Vainonen (25)
49 Felix Vonbun (28)
19 William Wrenn (28)
Angriff
76 Sam Antonitsch (23)
50 Mathias Bau Hansen (26)
15 Jannik Fröwis (19)
17 Kai Fässler (20)
92 Stefan Häussle (26)
44 Olle Liss (26)
71 Kevin Macierzynski (27)
13 Philipp Pöschmann (22)
25 William Rapuzzi (29
9 Emilio Romig (26)
16 Simeon Schwinger (21)
88 Juhani Tamminen (30)
40 Evan Trupp (31)
Trainer: Jussi Tupamäki (41)
Cotrainer: Markku Kyllönen (57)
Torhütertrainer: Otto Myllynen (48)