Hinter den Kulissen: schwierige Nachfolgesuche in Altach

VN / 17.08.2019 • 09:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gottfried Brändle wird sein Amt bis zur Wahl behalten. Bisher sei kein anderer bereit oder nicht geeignet. VN/SAMS

Ungeeignet Zum Abschluss seiner über 25-jährigen Amtszeit steht für den Altacher Bürgermeister Gottfried Brändle (67) noch eine Volksabstimmung zu einem geplanten Kiesprojekt an. Das sei kein Problem, meint der Altacher Gemeindechef, er sei immer noch fit und werde seine Amtszeit bis zum Ende mit voller Kraft absolvieren. Die wird wohl erst mit der Gemeindevertretungswahl 2020 enden, denn bisher habe sich auf der Liste der Mandatare niemand gefunden, der bereit oder geeignet sei, die Aufgabe zu übernehmen. Einen fliegenden Wechsel wird es in Altach also nicht geben. Ein neues Gesicht wird dann für die Altacher Volkspartei als Bürgermeisterkandidat kandidieren – wer, das soll im Herbst parteiintern geklärt werden.

Like-Aufruf Wahlkampf spielt sich nicht nur in Medien, in Fußgängerzonen und bei Hausbesuchen ab. Ein Teil hat sich mittlerweile in die virtuelle Welt verlagert. Auch dies muss koordiniert werden. Kürzlich ließen die Grünen ihren Mitgliedern eine Handlungsanleitung für den Onlinewahlkampf zukommen. „Bekanntlich verfügen wir bei Weitem nicht über die finanziellen Möglichkeiten unserer Mitbewerber“, eröffnete Landesgeschäftsführerin Jessica Bösch (44) die Nachricht. „Dieses Manko werden wir aber durch unser Engagement und unsere Kreativität wettmachen!“ Dazu wurde das Social-Media-Team erweitert, unter anderem mit dem ehemaligen Landesgeschäftsführer Mario Lechner (52). Bösch weiter: „Von einem breiteren Publikum gesehen wird das erst, wenn wir dafür viel Geld zahlen oder wenn wir selbst unsere Botschaften weiterverbreiten.“ Deshalb suche man Unterstützer, deren Aufgabe es ist: „Alles zu liken, ab und zu auch mit einem Herzen oder einem Smiley, immer wieder – z. B. zweimal pro Woche – einen Beitrag zu teilen und ab und zu – z.B. dreimal pro Woche – einen Kommentar anzufügen, z.B. ‚Super‘!“ Solche Anleitungen sind kein Grünspezifikum. Sie gehören mittlerweile zum Standardrepertoire von Wahlkampfleitern.

Falsches Foto Das BMX Weekend in Bludenz gehört seit Jahren zu den Fixpunkten im sommerlichen Veranstaltungskalender der Alpenstadt. Selbstredend dürfen bei so einem Event, gerade im Vorfeld von Wahlen, auch politische Vertreter nicht fehlen. Dass der „rote Club“ in seiner Presseaussendung ausgerechnet ein Bild der Siegerehrung mit ÖVP-Vereinsstadtrat Christoph Thoma (45) mitschickte, verwunderte durchaus. Der kleine Fauxpas wurde vom Verein aber schnell bemerkt und so wurde einige Stunden später ein zweites Bild, dieses mit SPÖ-Vizebürgermeister Mario Leiter (54) als Gratulant, mit der Bitte um Veröffentlichung nachgereicht.