Nach des Trainers Forderung soll nun in Altach die Umsetzung erfolgen

Sport / 17.08.2019 • 09:30 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Emir Karic (links) hat unter Trainer Alex Pastoor seine Leistungen gesteigert. GEPA
Emir Karic (links) hat unter Trainer Alex Pastoor seine Leistungen gesteigert. GEPA

Gegen Hartberg sollen am Sonntag (17 Uhr) für den Cashpoint SCR Altach die Performance und das Ergebnis stimmen.

Altach „Er lässt uns Spielern viele Freiheiten. Mir taugt das“, sprudelt es aus Emir Karic heraus. Kein Wunder, denn der 22-jährige Außenverteidiger spürt das Vertrauen des Trainers. Immerhin war er in elf der bislang 13 Meisterschaftsspiele unter Alex Pastoor gesetzt, acht davon absolvierte er über 90 Minuten. Stolz, Selbstvertrauen, aber keine Zufriedenheit – diese Schlagworte seines Chefs hat der U-21-Teamspieler aufgesogen. Damit ist er nicht der Einzige im Team des Cashpoint SCR Altach. Was jetzt noch fehlt, sind die Punkte. „Die werden kommen“, ist Karic überzeugt. Zumal die SCRA-Kicker, geht es nach dem Trainer, bereit für die nächsten Schritte sind. Einstellung, Spielinitiative, Entscheidungen treffen – für Pastoor immer wiederkehrende Forderungen. Diese im Training umzusetzen ist für den Niederländer essenziell, ja notwendig. „Ich mag nicht, wenn sie ängstlich agieren“, stärkt er seinen Spielern aus voller Überzeugung den Rücken. „Sie müssen Entscheidungen treffen, um an die Grenzen zu stoßen, ob es geht oder nicht.“ Allein deshalb ist das Training für ihn so wichtig.

„Wir spielen viel gut und oft nach vorne. Das ist lustig zu spielen und lustig anzuschauen.“

Alex Pastoor, Trainer Cashpoint SCR Altach


Dass ihm derzeit schon vieles gut gefällt („Nicht das Ergebnis bei Rapid. Im Fußball geht es um Siege, ein Fußballer will gewinnen), daraus macht er keinen Hehl. Es ist nicht allein der praktizierte Ballbesitzfußball, der dem Trainer gut gefällt, vielmehr ist es die Art und Weise. „Wir spielen ziemlich viel gut und oft nach vorne“, erklärt der 52-Jährige und stellt mit einem Schmunzeln im Gesicht fest: „Das ist lustig zu spielen und lustig anzuschauen.“


Die Spieler jedenfalls fühlen sich in ihrer Rolle wohl, wohlwissend, so Karic, dass die Forderungen des Trainers in Sachen Spielweise in der Zwischenzeit in ein Verlangen danach übergegangen sind. „Wir erwarten etwas von uns.“

Eine zähe Partie

Abzustellen gilt es am Sonntag mit Sicherheit die Unkonzentriertheiten in den ersten Minuten. Immerhin kassierte man doch vier der bislang sechs Gegentreffer in der laufenden Saison schon in den ersten elf Minuten. Pastoor spricht diesbezüglich auch von vergeblich investierter Energie in falsche Entscheidungen.
Dass Hartberg nicht leicht zu bespielen ist, ist Pastoor in der Vorbereitung auf die Partie aufgefallen. „Weil sie definitiv Fortschritte gemacht haben“, sagt er. Deshalb könne es durchaus eine „zähe Partie“ werden. Dem widerspricht Karic, weil er selbstbewusst feststellt: „Wir werden unseren Matchplan durchziehen und uns dieses Mal dafür belohnen.“

Der Neo-Hartberger Andreas Lienhart anlässlich seiner Verabschiedung in Altach. gepa
Der Neo-Hartberger Andreas Lienhart anlässlich seiner Verabschiedung in Altach. gepa

Emotionale Rückkehr

Zehn Jahre Vereinstreue, 317 Pflichtspiele, 19 Tore und 55 Torvorlagen – imponierende Zahlen. Darauf ist Andreas Lienhart auch sichtlich stolz. Deshalb wäre er gerne noch in Altach geblieben, der 33-Jährige aber erhielt keinen Vertrag mehr und wechselte in sein Heimat-Bundesland (Steiermark). Am Sonntag kehrt er im Hartberg-Dress nach Altach zurück und darf sich wohl eines freundlichen Empfangs durch die SCRA-Fans sicher sein. Es ist sein sechstes Spiel gegen Altach, zuvor blieb er mit dem GAK sieglos und mit Kapfenberg gewann er eines von vier Spielen.

Wie ist Ihnen die Umstellung von Altach zu Hartberg gelungen?

Lienhart Die Mannschaft hat es mir sehr einfach gemacht. Wir sind sechs Spieler, die in Graz wohnen, und so bilden wir immer eine Fahrgemeinschaft. Im Training herrscht ein richtig guter Zug, für mich ist es trotz des fortgeschrittenen Alters wie ein Neubeginn. Allerdings sage ich gerne, dass die zehn Jahre in Altach wunderschön waren.

Was erwarten Sie persönlich vom Spiel am Sonntag?

Lienhart Vor allem eine körperlich starke Altacher Mannschaft und ein laufintensives Spiel. Was ich so mitbekommen habe, könnten sie durchaus schon mehr Punkte auf ihrem Konto haben. Ich freue mich, wenn Altach gewinnt, nur nicht die Spiele gegen Hartberg. Für uns ist die Devise klar: Im Vorjahr hat Hartberg zu viele Gegentore erhalten. Daran arbeiten wir und das wollen wir abstellen.

Was haben Sie aus der Zeit in Altach für sich mitgenommen?

Lienhart Vor allem Freundschaften, die über den Fußball hinausgehen. Deshalb habe ich auch schon öfters mit ehemaligen Teamkollegen telefoniert. Vor dem Spiel aber ist das Telefon stumm geblieben. Ein wenig konnte ich unserem Trainer ja verraten. Er verlangt ja auch, dass ich die Rolle eines Führungsspielers übernehmen. Bei uns steht klar die Mannschaft im Vordergrund. Wir fühlen uns jedenfalls wohl in Graz und haben mit dem Hausbau begonnen.