Entwarnung für Radfahrer beim Engel-Kreisverkehr in Lustenau

VN / 10.09.2019 • 16:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Engel-Kreisverkehr in Lustenau ist stark frequentiert. 37.000 motorisierte Fahrzeuge sind dort täglich unterwegs. VN/STEURER

Nächste Woche Baustart eines Umfahrungsradwegs. Pedalritter müssen nicht mehr durch die Kreuzung.

Lustenau Der Engel-Kreisverkehr in Lustenau ist nicht nur ein stark frequentiertes, sondern auch ein gefährliches Pflaster. Schwerfahrzeuge befahren das Nadelöhr auf dem Weg zur Schweizer Grenze oder zurück ebenso wie Pkw, die von dort in verschiedenste Richtungen abbiegen. 37.000 motorisierte Fahrzeuge werden durchschnittlich an einem Arbeitstag am Engel-Kreisverkehr registriert. Dazu gesellen sich 750 Radfahrer, die bisher nur über den gefährlichen Hotspot in den Ortsteil Hasenfeld gelangen können und von dort wieder in die Ortsmitte. Viele von diesen Radfahrern sind Schüler, die die Schulen im Hasenfeld besuchen.

Dass der Engel-Kreisverkehr ein heißes Pflaster ist, beweist die Unfallstatistik. Es gab dort bei Unfällen bereits Tote und Schwerverletzte, die Gefahr einer Kollision von Radfahrern mit einem Lkw ist allgegenwärtig.

Mehrere Umgestaltungen

Bald können zumindest die Radfahrer dem Engel-Kreisverkehr entkommen. „Im Zuge der Bauarbeiten zur Erneuerung einer Hauptwasserleitung sind in der Flurstraße ein neuer drei Meter breiter und in beide Richtungen passierbarer kombinierter Geh- und Radweg geplant. Dieser wird an den bestehenden Übergang Grindelstraße angebunden“, beschreibt der Lustenauer Mobilitätsgemeinderat Dietmar Haller (56) das Projekt. Die Verkehrssituation beim Pkw-Parkplatz südlich des China-Restaurants werde neu gestaltet, wie auch der Kreuzungsbereich Flurstraße/Negrellistraße. „In der Negrellistraße wird der neue Radweg komfortabel an den bestehenden Radweg entlang des Grindelkanals angeschlossen“, ergänzt Haller, der seine Freude über das Projekt nicht zurückhält: „Ich habe mich dafür acht Jahre engagiert.“

Der neue Radweg kostet 150.000 Euro und soll bis Ende Oktober fertiggestellt sein.

„Für die Umsetzung dieses Projekts habe ich mich acht Jahre engagiert.“

Dietmar Haller, Mobilitätsgemeinderat Lustenau