Handball: Nervenkostüm wird weiter strapaziert

Sport / 18.09.2019 • 23:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Meister Krems fügte den Bregenzer Handballern bei der Heimpremiere mit 25:32 die dritte Saisonniederlage zu. GEPA

Bregenzer Handballer mit 25:32-Heimniederlage gegen Meister Krems bei Derby-Generalprobe.

Bregenz Drittes Spiel, dritte Niederlage: Nach den beiden Auswärtsniederlagen in Schwaz (26:27) und Ferlach (25:26) stehen die Bregenzer Handballer auch nach dem dritten Saisonspiel in der Spusu Liga mit leeren Händen da. Bei der Saisonheimpremiere musste sich die Equipe von Cheftrainer Markus Burger gegen Meister und Cupsieger Krems mit 25:32 (13:18) geschlagen geben und findet sich ohne Punktgewinn auf dem achten Tabellenrang wieder. Alles andere als rosige Ausssichten vor dem 93. Ländle-Derby am Freitag (19 Uhr) auswärts beim Revierrivalen Alpla HC Hard.

Zu viele Schwankungen

Landeshauptmann Markus Wallner und Bürgermeister Markus Linhart waren gekommen und hofften, den langersehnten Befreiungsschlag des Rekordmeisters bejubeln zu können. Am Ende waren es aber wieder viele kleine Dinge, die in Summe für den deutlichen Unterschied sorgten. Bregenz-Cotrainer Tamer Cirit: „Im Prinzip war der Spielverlauf ein Spiegelbild der vorangegangen Partien in Schwaz und Ferlach. Wir konnten wieder nicht jene Dinge umsetzen, die wir uns vorgenommen hatten. Nach dem klaren Rückstand kämpfen wir uns auf drei Tore heran, lassen dann aber wieder einige Möglichkeiten aus und werden für die Unpässlichkeiten bestraft.“

Besonders in der Defensive konnten die Bregenzer die Räume des Kremser Angriffsduos Jakob Jochmann und Luzijan Fizuleto nicht einengen. Mit insgeamt 13 Treffern hatte die Rückraumachse des Meister wesentlichen Anteil am dritten doppelten Punktegewinn in Serie der Wachauer bzw. dem fünften Erfolg über Bregenz.

Bei den Festspielstädtern fungierte Neuzugang Josip Juric Grgic als Alleinunterhalter und sorgte mit neun Toren bei seinem ersten Heimauftritt im Bregenzer Trikot dafür, dass sich die Niederlage in Grenzen hielt. Zudem feierte Lukas Frühstück nach seiner Fingerverletzung früher als erwartet sein Comeback und erzielte in der 45. Minute den 21:24-Zwischenstand. Signifikant für das derzeitige Leistungsvermögen der Bregenzer war die magere Ausbeute von der Siebenmeterlinie. Lediglich einer der insgesamt vier Penaltys wurde verwertet. Dazu kam die mäßige Wurfeffektivität von 64 Prozent bei 39 Versuchen.

Nach Hard kommen West Wien und Bärnbach

Nach dem Ländle-Derby in Hard wartet auf die Bregenzer am kommenden Mittwoch das Heimspiel gegen das bislang makellose West Wien. Drei Tage darauf kommt es in der Handballarena Rieden zum direkten Duell mit Aufsteiger Bärnbach/Köflach, so wie Bregenz noch ohne Punktgewinn.

Bregenz Handball – UHK Krems 25:32 (13:18)

Handballarena Rieden, SR Hofer/Schmidhuber

Zweiminutenstrafen: 3 bzw. 1

Torfolge: 6. 4:2, 10. 4:5, 16. 5:9, 20. 9:11, 25. 11:15, 28. 12:17, 32. 13:19, 35. 15:21,
18:21, 44. 20:23, 55. 22.29

Bregenz Handball: Aleksic, Häusle; Jäger, Frühstück 1, Babarskas, Coric 4, Brombeis, Klopcic 1, Lampert 1, Schnabl 3, Kritzinger, Juric Grgic 9, Mohr 1, Wassel, Svecak, Mitkov 5/1

UHK Krems: Musel, Shejbal; Jochmann 7/1, Schafler 2, Posch 3, Hasecic 1, Hajdu, Prokop 3, Fizuleto 6, Nigg 2, Wieninger 1, Nikic 2, Schweiger, Simek 5/1