Ringer-WM: Die Gunst der Stunde nicht genutzt

Sport / 20.09.2019 • 21:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Johannes Ludescher (l.) verpasste in der 125-kg-Kategorie bei der Weltmeisterschaft die Chance, sich für die Sommerspiele 2020 in Tokio zu qualifizieren.ringsportmagazin

Johannes Ludescher und Dominic Peter bei Ringer-WM im Achtelfinale ausgeschieden.

Nur Sultan Die Hoffnungen von Vorarlberger Parade-Freistilringern auf eine Spitzenplatzierung bei der Weltmeisterschaft in Nur Sultan (ehemals Astana), der Hauptstadt von Kasachstan, erfüllten sich nicht. Sowohl Johannes Ludescher (125 kg) als auch Dominic Peter (92 kg) mussten sich jeweils im Achtelfinale geschlagen geben. Da ihre Bezwinger in der folgenden Runde verloren, hatten die beiden KSK-Klaus-Athleten keine Möglichkeit mehr, den Wettkampf in der Hoffnungsrunde zu verlängern.

Bittere Folgewirkung

Schwergewichtler Ludescher startete seinen ersten Ansturm auf einen Startplatz bei den Sommerspielen 2020 in Tokio verheißungsvoll. Im Auftaktkampf in der olympischen 125-kg-Klasse (28 TN) ließ der 26-Jährige gegen den Spanier Jose Cuba Vazquez nichts anbrennen und startete ohne Probleme mit einem 3:0-Erfolg (4:0 technische Punkte) in den Wettkampf. Im folgenden Duell gegen den Syrer Badzha Khutaba konnte Ludescher aber nicht an seine stabile Leistung des Vorkampfs anschließen und musste sich mit 1:3 (2:6) geschlagen geben.
Wie bitter die Niederlage war, zeigte sich im weiteren Verlauf. Da der Syrer anschließend gegen Titelverteidiger Geno Petriashvili verlor und der Georgier auch 2019 im Finale steht, hätte Ludescher die Chance gehabt, mit einem weiteren Sieg in der Hoffnungsrunde die angestrebte Top-5-Platzierung zu holen und wäre damit fix für die Sommerspiele in Tokio qualifiziert gewesen. KSK-Klaus-Sportchef Bernd Ritter: „Johannes konnte die Gunst der Stunde leider nicht nutzen. Als ich die Auslosung gesehen habe, hatte ich die große Hoffnung, dass er es gleich im ersten Anlauf packt. Jetzt heißt es die Enttäuschung zu verdauen und beim Europa-Qualifikationsturnier Mitte März in Budapest die nächste Chance auf das Olympiaticket zu nutzen.“

Dominic Peter (l.) musste sich im Achtelfinale der 92-kg-Klasse gegen den Kasachen Nurgaipuly mot 0:2-Punkten geschlagen geben. Ringsportmagazin

Peter unterliegt gegen Lokalmatador

Die guten Chancen auf eine Spitzenplatzierung in der nichtolympischen 92-kg-Klasse (18 TN) ließ auch Dominic Peter aus. Der 26-Jährige musste sich nach einem Freilos im Achtelfinale Lokalmatador Nurgali Nurgaipuly mit 0:3 (0:2) geschlagen geben. Da der Kasache anschließend gegen den späteren Finalisten Jorden Cox (USA) verlor, hat auch Peter nicht die Chance gehabt, sich in der Hoffnungsrunde nach vorne zu kämpfen. Somit bleiben beide KSK-Klaus-Athleten ohne das angepeilte Toppresultat.