Volk stimmt über geplante Verbauungen am See ab

Politik / 21.09.2019 • 09:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die geplante Seeuferverbauung in Hard sorgt für Debatten und heuer noch für eine Volksabstimmung. VN/STEURER

Harder Wahlberechtigte sind heuer gleich dreimal zu den Wahlurnen geladen.

Hard Der Termin steht zwar noch nicht fest. Fest steht nur, dass die Harder Wahlberechtigten heuer nicht nur zur Stimmabgabe bei Nationalrats- und Landtagswahl geladen sind. Auch über die zum Teil emotional debattierte Seeuferverbauung sollen sie in diesem Jahr noch abstimmen. Die Bürger sollen dabei entscheiden, was im Zuge der Hafenentwicklung mit der Landfläche zwischen dem Sport- und dem Zollhafen geschehen soll. Ein entsprechender Antrag von Bürgermeister Harald Köhlmeier (VP) wurde am Donnerstagabend in der Gemeindevertretung beschlossen. Der ursprünglich vorgesehene Tagesordnungspunkt in der Sitzung sah den Antrag des Bürgermeisters für eine Volksbefragung vor, ob das erarbeitete Leitbild zur Hafen- und Ufergestaltung 2030 weiterverfolgt werden soll.

Konstruktiver Dialog wichtig

Köhlmeier änderte jedoch zu Sitzungsbeginn die Fragestellung und zog auch die Möglichkeit einer Volksabstimmung in Erwägung, offenbar in der Absicht, der Opposition so die Hand zu reichen. „Die Entwicklung des Hafenareals ist für die Zukunft von Hard von größter Bedeutung. Umso wichtiger ist ein konstruktiver Dialog, um an diesem Zukunftsthema zum Wohle der Harder weiterarbeiten zu können.“ Köhlmeiers Angebot wurde von der Opposition mit großer Mehrheit angenommen: 30 der 33 Mandatare votierten dafür. Gemeinsam wurde folgende Fragestellung beschlossen: „Soll die Marktgemeinde Hard im Zuge der Umsetzung des Leitbilds zur Hafen- und Ufergestaltung 2030 eine neue Wasserfläche (Durchstich) zwischen dem Zoll- und dem Sporthafen schaffen?“