Grüne wollen 388.000 Bäume in zehn Jahren pflanzen

Politik / 01.10.2019 • 15:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Vorarlbergs Grüne präsentieren den „10 für 10 Zukunftsvertrag“ zum Landtagswahl-Auftakt vor dem Landhaus.

Bregenz „Wir Grüne wollen, dass Vorarlberg das Klimaschutz-Land Nummer eins wird. Das sind wir unseren nachfolgenden Generationen schuldig“, so der Spitzenkandidat der Grünen, Johannes Rauch, beim Landtagswahl-Auftakt vor dem Landhaus in Bregenz. Gemeinsam mit den Kandidaten Katharina Wiesflecker, Daniel Zadra, Christoph Metzler, Sandra Schoch, Nadine Kasper und Eva Hammerer präsentierte er den „10 für 10 Zukunftsvertrag“. Darin enthalten sind zehn konkrete Klimaschutzmaßnahmen, die die Grünen in den nächsten zehn Jahren in Vorarlberg umsetzen wollen. „Wir haben in Bezug auf Klimaschutz und soziale Politik in Vorarlberg bereits einiges auf den Weg gebracht“, betont Wiesflecker. Dabei verwies sie unter anderem auf den massiven Ausbau des öffentlichen Verkehrs und die Energieautonomie. Diesen Weg wolle man nach der Landtagswahl am 13. Oktober 2019 fortsetzen und verstärken.

Rauch: „Haben kein Geld, aber große Motivation“

Zum Auftakt präsentierten die Grünen die erste der zehn Klimaschutz-Maßnahmen. „Wir müssen Bäume und Wälder stärken. Nicht nur, weil sie CO2 speichern und damit das Klima schützen, sondern auch, weil Schutzwälder Menschenleben und Infrastruktur schützen und ökologisch wertvolle Baumsorten Lebensraum für Insekten sind und Erholungsraum für uns Menschen bieten“, erklärte Zadra. Vor dem Landhaus pflanzten die Kandidaten der Grünen dafür symbolisch einen Apfelbaum der alten Sorte Berner Rose. „Alte Sorten der Obstbäume sind ökologisch besonders wertvoll. Sie sind Lebensraum für mehr Brutvogel-, Insekten- und Pflanzenarten als jede andere Baumart“, betont Zadra. In den kommenden zehn Jahre sollen laut den Grünen 388.000 zusätzliche Bäume gepflanzt werden, für jede Vorarlbergerin und jeden Vorarlberger ein Baum. „Wir wollen 300.000 im Berggebiet und 88.000 junge Bäume in Siedlungsgebieten pflanzen. Damit die durch die Klimakrise unter Druck geratenen Wälder und die Artenvielfalt gestärkt werden“, so Zadra.

In den nächsten zwei Wochen bis zur Landtagswahl präsentieren die Grünen die neun weiteren Klimaschutz-Maßnahmen. „Mit dem Rückenwind aus der Nationalratswahl sind wir schon im nächsten Wahlkampf. Die anderen haben viel Geld, wir haben die Motivation unserer Mitstreiter in den Gemeinden und den Zulauf junger Menschen. Wir rennen nun gemeinsam weiter für die Landtagswahl. Jede Stimme für Grün ist eine Stimme für Klimaschutz und soziale Politik, auch im Land. Das können wir, das machen wir“, schließt Rauch.