Zwerge, Kids und Knirpse

Sport / 05.10.2019 • 16:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Es ging rund am Samstag im Bregenzer Fußballstadion. Da hatten für einmal Kinder das Sagen. VN/STEURER

Fast 2400 Mädchen und Buben beim Kindermarathon in Bewegung.

Bregenz „Alles gut?“, erkundigt sich ein Helfer bei einem kleinen Jungen, der sichtlich nervös von einem Fuß auf den anderen tritt. Lorenz nickt zaghaft, als sich dann aber das Startband hebt, zieht er beherzt los, so, wie zahlreiche andere Kinder auch. Die einen nehmen das Rennen allein auf, andere halten sich an Mama oder Papa. Es ist immer wieder ein Vergnügen, beim Kindermarathon zuzuschauen. Fast 2400 Mädchen und Buben aus Spielgruppen, Kindergärten und Schulen haben heuer teilgenommen. Mit der von der Landesinitiative „Vorarlberg bewegt“ organisierten Veranstaltung wird schon traditionell das Marathon-Wochenende am Bodensee eröffnet. Das Wetter wurde gegen Schluss zwar zum Spielverderber, an der Freude der Kinder, die den meisten ins Gesicht geschrieben stand, änderten die Regengüsse jedoch nichts.

Ambitionierter Nachwuchs

Samstagvormittag: Schön langsam füllt sich das Fußballstadion in Bregenz. Kindergruppen um Kindergruppen treffen ein, im Schlepptau ihre Betreuer und natürlich die Eltern, die den ambitionierten Nachwuchs an der Bande nicht nur fleißig anfeuern, sondern in vielen Fällen auch als Mitläufer fungieren. Denn mitunter können nur sie helfen, wenn die Lust am Laufen versiegt. Wie bei Ida, die kurz vor dem Ziel genug hat. Selbst die aufmunternden Worte des Vaters nützen nichts. Letztendlich trägt er das Mädchen ins Ziel.

Während die Kleinen schon fertig sind, wärmen sich die Größeren auf. Die Volksschule Bezau ist mit 30 Schülern nach Bregenz gekommen. Trainiert wurden sie von Christa Natter und Christian Meusburger von „Im Wald läuft‘s“. Er hat schon seine Tochter Anna-Sophie, mittlerweile eine erfolgreiche Juniorenläuferin, in der Schule trainiert. „Das Ehrenamt ist mir geblieben“, sagt er lachend. Es ist ihm anzusehen, dass er es nicht als Last empfindet, den Jungen Beine zu machen. Sohn Maximilian ist schließlich auch dabei und geht mit einer Gruppe der Hauptschule an den Start. „Fit sind alle“, versichert Meusburger und scheucht den Läufernachwuchs noch einmal übers Feld.