Eishockey: Dornbirn mit Steigerung

Sport / 06.10.2019 • 23:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dornbirner Angriffe auf breiter Front: Gegen Linz verbuchten die Bulldogs 26 Torschüsse. sams
Dornbirner Angriffe auf breiter Front: Gegen Linz verbuchten die Bulldogs 26 Torschüsse. sams

Die knappe 2:3-Niederlage gegen Linz zeigte erstmals das Potenzial der Bulldogs.

Dornbirn „Wir hätten uns Punkte verdient“, meinte ein enttäuschter Dornbirn-Coach Jussi Tupamäki zur 2:3-Niederlage gegen Linz. Zu Recht, denn sein Team zeigte im vierten Heimspiel die bis dahin besten sechzig Minuten. „Was wir uns vorwerfen müssen, ist die Chancenauswertung“, brachte Stürmer Stefan Häußle den Grund für die Niederlage auf den Punkt. Die 36 Torschüsse auf das Linzer Gehäuse bedeuteten in den bisherigen acht Spielen sogar den Bestwert.
Die erste Möglichkeit im Spiel gegen die Black Wings hatten die Heimischen nach zwei Minuten. Bei einem Zuspiel von Jordan Subban brachte der 19-jährige Jannik Fröwis den Schläger nicht mehr richtig in Position. Linz-Goalie David Kickert konnte so noch entscheidend eingreifen. Nach dieser Szene stand Rasmus Rinne im Mittelpunkt. Den Sololauf von Justin Florek entschärfte der DEC-Keeper. Genauso wie den daraus resultierenden Rebound, den der Finne im Liegen aus der Gefahrenzone beförderte.
Torhüter überzeugten
Auch wenn die Black Wings mehr gefährliche Möglichkeiten im Startdrittel vorfanden, beeindruckte dies die Hausherren nicht. Gleich zweimal verhinderte bei den Schüssen von Mathias Bau Hansen (8.) und Olivier Magnan (11.) die Stange einen DEC-Treffer. So legten die Gäste, in Person von Rick Schofield, per One-Timer in der zehnten Minute vor. Die Messestädter wirkten vor allem beim Spiel mit der Scheibe konzentrierter und energischer als zuletzt. Ein Antritt von Stefan Häußle bedeutete zwei Minuten vor der ersten Pause das 1:1.
Dass der Mittelabschnitt torlos endete, lang an den beiden Goalies. Rinne rettete beispielsweise den Schüssen von Gerd Kragl (23.) oder beim Abschlussversuch von Marek Kalus (33.). Kickert wiederum stand bei den Möglichkeiten von Emilio Romig (25./37./39.) oder Bau Hansen (40.) seinen Mann. Im Schlussdrittel gingen die Gäste erneut in Führung. Brian Lebler scorte obwohl die Vorarbeit von Dan DaSilva nach einer Abseitsposition aussah. Vier Minuten später folgte Dornbirns Antwort. William Rapuzzi zirkelte die Scheibe zum 2:2 ins Netz. Es folgten starke Minuten der Gastgeber, doch Häußle, Evan Trupp oder Juhani Tamminen vergaben zu leichtfertig. Nicht so der Linzer Josh Roach, der nach einem Gestocher zum Sieg traf (53.).
Ein Nachspiel hat das Match vom Freitag gegen Graz. Dabei kam es knapp vor Ende zu rassistischen Anfeindungen gegenüber DEC-Verteidiger Subban. Der Vorfall beschäftigt derzeit die Eishockeyliga. „Rassismus, Ausgrenzung und Fremdenhass hat in unserer Liga keinen Platz. Wir werden der Sache nachgehen“, hieß es von Seiten der EBEL. Auch die 99ers kündigten Konsequenzen an. abr