„Um aufzusteigen, das Maximum abliefern“

Sport / 11.10.2019 • 22:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Kreisläufer Marko Coric und Nico Schnabl (r.) erzielten im Hinspiel gegen Helsinki je sieben Tore. VN/Sams

Bregenzer Handballer müssen im EC-Heimspiel am Samstag gegen Helsinki 32:35-Niederlage gutmachen.

Bregenz Mit dem 25:23-Heimsieg gegen Graz vor drei Tagen schöpften die bislang in dieser Saison hinter den erwartungen gebliebenen Bregenzer Handballer frischen Mut und hoffen nun, auf europäischen Ebene den leichten Aufwärtstrend bestätigen zu können. Auftaktgegner in der 19. Periode im Europacup ist der siebenfache finnische Meister IFK Helsinki. Im Hinspiel vor einer Woche musste man sich in Riihimäki mit 32:35 geschlagen geben. Nun gilt es vor eigenem Publikum am Samstag (18 Uhr) den Drei-Tore-Rückstand zu egalisieren, um in die dritte Runde (32 Teams) Anfang November einzuziehen. „Wir haben uns im Hinspiel in eine unnötige schwierige Ausgangslage manövriert. In der ersten Halbzeit lagen wir bereits mit 14:10 vorne. auf nach der Pause waren wir stets auf Schlagdistanz, haben dann aber in den letzten zwei Minuten noch drei Gegentore kassiert und uns um den Lohn der Arbeit zuvor gebracht“, betont Bregenz-Cheftrainer Markus Burger rückblickend.

Steigerung der Abwehrleistung

Besonders die Flügelzange des aus Akteuren aus sieben Nationen zusammengesetzten finnischen Teams bereitete der Bregenzer Hintermannschaft große Probleme. Der Russe Vladimir Knopinskii auf der rechten und Niclas Ahlgren auf der linken Außenposition brachten es gemeinsam auf 15 Tore. Daneben glänzte die Rückraumachse mit dem Esten Ardo Puna und Roman Protsenko aus Russland mit zwölf Volltreffern. „Wir hatten vor der Partie bedingt durch den späteren Saisonstart in Finnland nur spärliche Informationen und kaum brauchbares Videomaterial über die Leistungsstärke des Gegners. Im Verlauf eines Spiels ist es dann nicht einfach, auf Spielzüge des Gegners zu reagieren. Trotzdem sind 35 Gegentreffer zu viel und der Schlüssel zum Erfolg liegt sicher in einer kompakten Torhüter- und Abwehrleistung, wie es gegen Graz der Fall war. Wenn wir weiterkommen wollen muss sich jeder einzelne im Team im klaren darüber sein, dass dafür auf das Maximum an Bereitschaft notwendig sein wird“, erklärt Burger unmissverständlich.

Stolze Heimbilanz im Europacup

Personell stehen Burger vor seinem Europacup-Heimdebüt als Bregenz-Cheftrainer bis auf die langzeitverletzten Ante Esegovic und Clemens Gangl alle Spieler zur Verfügung. In den bisherigen 102 Auftritten im Europacup gab es für die Bregenzer 43 Siege, vier Remis und 55 Niederlagen. In der eigene Halle stehen 34 Siege, vier Remis und 18 Niederlagen zu Buche.

„Um weiterzukommen, muss jeder bereit sein, dafür auch das Maximum abzuliefern.“

Markus Burger, Cheftrainer Bregenz Handball

Vielleicht sorgt der Blick in die Vergangenheit für zusätzliche Motivation: Fast auf den Tag genau vor 19 Jahren gab es gegen Prato im ersten EC-Heimsipiel einen 30:23-Erfolg. Und genau vor einem Jahr gelang mit dem 54:20 und 60:14 innert 24 Stunden gegen den moldawischen Vertreter Ciobruciu Sportgeschichte geschrieben. Mit einer Differenz von plus 80 Toren gelang der höchste Gesamtsieg in einem Europacupduell. Gleichzeitig knackte man mit 114 Volltreffern in zwei Spielen gegen den selben Gegner als erster Klub in Europa die magische 100er-Marke. „Wenn wir am Ende vier Tore mehr auf dem Konto haben wie Helsinki, haben wir das Etappenziel erreicht. Dies ist unser Ziel und es gibt keinen Grund, durch den Sieg über Graz überheblich zu werden“, so Burger.

Challenge-Cup der Männer 2019/20
Qualifikation, 2. Runde, Rückspiel   
Bregenz Handball  – IFK Helsinki (FIN) Samstag, 18 Uhr

Handballarena Rieden, SR Jerlecki/Labun (POL) 
Hinspiel (5. 10.)
IFK Helsinki (FIN) – Bregenz Handball 35:32 (17:16)

Cocks Areena Riihimäki, 250, SR Geraets/Geraets (NED)
Zweiminutenstrafen: 1 bzw. 1
IFK Helsinki: Theodotos, Alander; Heino, Puna 6, Jansson 2, Protsenko 6, Nänto, Toomla, Alexandersson 1, Knopinskii 9/1, Udd 2, Manner, Vasvari 3, Safronii, Nokelainen, Ahlgren 6
Bregenz Handball: Aleksic, Häusle; Jäger, Frühstück 3, Babarskas 2, Coric 7, Brombeis, Klopcic 4, Lampert, Schnabl 7, Kritzinger, Juric-Grgic 3, Mohr, Wassel 1, Svecak, Mitkov 5/2