Viel Lob und auch ein Geschenk

Sport / 11.10.2019 • 22:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Frankfurt-Trainer Adi Hütter erhielt aus den Händen von VN-Sportchef Christian Adam nachträglich die  Trophäe für den "Trainer des Jahres 2018" überreicht. VN-Lerch
Frankfurt-Trainer Adi Hütter erhielt aus den Händen von VN-Sportchef Christian Adam nachträglich die Trophäe für den „Trainer des Jahres 2018“ überreicht. VN-Lerch

Adi Hütter, großer Sohn des Cashpoint SCR Altach, ist vom Trainingscampus begeistert.

Altach Grödig, RB Salzburg, BSC Young Boys und nun Eintracht Frankfurt. Die Schweizer Liga, nun Deutschland und die Europa League, erst mit Grödig, dann mit YB und nun zum zweiten Mal mit Frankfurt. Adi Hütter, ein Sproß des Cashpoint SCR Altach, hat im Fußball schon vieles gesehen. Umso erstaunter war der 49-Jährige, als er von Geschäftsführer Christoph Längle und Vizepräsident Werner Gunz durch die hellen und geradlinigen Räume im neuen Trainingscampus geführt wurde.

Die Zukunft hat begonnen

„Ich kann dem Klub nur gratulieren zum Trainingscampus. Er beinhaltet alle Ideen für den Profifußball von heute und braucht sich in Österreich ganz sicher nicht und auch nicht international zu verstecken“, lautete das Kompliment des Frankfurt-Trainers. Als dann Christoph Längle als langjähriger Freund, Schul- und Fußballkollege von Adi Hütter diesen mit einem Papierstück aus dessen Trainerzeit in Altach überraschte, musste der ehemalige Nationalspieler doch erst einmal nachdenken, um dann schmunzelnd zu gestehen: „Da habt ihr viel von den Ideen und Gedanken, die ich niedergeschrieben habe, umgesetzt.“ Sportlich gelte es zwar derzeit eine Talsohle zu durchschreiten, auf den Campus jedoch könne man stolz sein. Hütter gefiel die U-Form und Großzügigkeit der Spielerkabine („Das kenne ich von Red Bull“), aber auch die Räume für Trainer, Sportdirektor oder für die Masseure seien nicht nur groß, sondern auch lichtdurchflutet. „Der Kraftraum ist sehr groß und die Offenheit in Richtung Hohe Kugel wirklich sehr gelungen.“ Positiv erwähnte er auch die Einbindung der Juniors, die somit nahe bei den Profis trainieren. „Auch das kenne ich von Red Bull.“

„Der Trainingscampus muss sich in Österreich nicht verstecken, auch nicht international.“

Adi Hütter, Trainer Eintracht Frankfurt


Hütter, der sich in der Länderspielpause auf dem Weg zu seiner Tochter in Spanien einen Tag Zeit für seinen Stammklub nahm, wirkte denn auch gelöst, als er altbekanntes Gelände durchschritt. Später erzählte er vor dem gesamten SCRA-Nachwuchs Anekdoten aus seiner aktiven Karriere, absolvierte mit einem Lächeln die Selfieanfragen („Das tue ich gerne, auch wenn ich mal in Frankfurt ausgehe“) und gab den Jugendspielern Tipps für deren Zukunft. Abends zuvor hatte er mit der Eintracht noch ein Testspiel (1:3 beim FC Gießen) – und das vor 7000 Besuchern. Sehr gefreut hat den Altacher auch der Treffer von Martin Hinteregger zum 2:1 von Österreich gegen Israel. „In Manier von Gerd Müller, Hans Krankl und Toni Polster zusammen“, scherzte er und lobte seinen Verteidiger. „Ein Superspieler und ein Supertyp. Er wird von allen geliebt, weil jeder in ihm den normalen Menschen sieht.“

Hütter-Pressekonferenz


Seine gestiegene Popularität nimmt er mit Gelassenheit, weil: „Auch daran gewöhnt man sich.“ Dass er sein Herz am rechten Fleck hat, bewies Hütter dann mit einem besonderen Geschenk an seinen Stammverein. So hatte er einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro für SCRA-Nachwuchs mit im Gepäck. Da passte es ins Bild, dass er von den VN nachträglich die Trophäe für den „Trainer des Jahres 2018“ überreicht erhielt. Hütter war im Februar bei der Galanacht des Fußballs ja verhindert gewesen.