Bei SP droht Gerangel um Job des Klubchefs

Politik / 15.10.2019 • 09:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Michael Ritsch soll seine Funktion als langjähriger Klubobmann der Sozialdemokraten im Landesparlament an Parteichef Martin Staudinger abtreten. VN/STIPLOVSEK

Landesparteichef Martin Staudinger erhebt Anspruch auf Klubobmann im Landesparlament. Jetziger Klubchef Michael Ritsch würde ebenso weiter in dieser Funktion bleiben.

Bregenz Nach Urnengängen werden vielfach Posten und Aufgaben neu verteilt. So auch bei den Sozialdemokraten, die dank leichter Zugewinne künftig mit vier Abgeordneten im Landesparlament sitzen werden. Was die Funktion des mit rund 8000 Euro Monatsbrutto gut dotierten Jobs des Klubobmannes betrifft, so dürfte parteiintern ein Gerangel bevorstehen. Martin Staudinger, der sich angesichts des bescheidenen Wahlerfolgs offenbar als Sieger sieht, hat bereits am Abend des Wahlsonntags auf Anfrage der VN betont, dass er selbst künftig die Funktion des Klubchefs besetzen möchte.

Ritsch bald einfacher Abgeordneter?

Damit müsste sich der bisherige Klubobmann Michael Ritsch wieder mit der Rolle eines „einfachen Abgeordneten“ und mit einem Monatsbrutto von nur mehr knapp 5200 Euro begnügen. Noch im Mai 2019 war innerparteilich die Rede davon, dass der Bregenzer Ritsch seinen Job an der Spitze des Klubs behalten soll. Staudinger werde zwar anstelle der langjährigen Volksvertreterin Gabi Sprickler-Falschlunger als Abgeordneter in den Landtag einziehen, primär seine Brötchen aber weiter als Landesstellenleiter des Sozialministeriumsservice in Bregenz verdienen. Nachdem den beiden von namhaften Genossen nachgesagt wird, dass sie „alles andere als dicke Freunde sind“, könnte ein Tauziehen bevorstehen.

Ein für Dienstag im Hotel Am Garnmarkt in Götzis anberaumter Parteivorstand wird jedenfalls bereits mit Hochspannung erwartet. Dort soll die Frage des künftigen Klubchefs bei den Sozialdemokraten geklärt werden.

Offiziell wird der Job über einen Beschluss der Klubmitglieder vergeben. Wer schlussendlich mit der Funktion betraut und den Job bekommen wird, gilt als offen. Eines stand für Insider der Partei bereits fest: „Kampflos wird Michael Ritsch das Feld bestimmt nicht räumen.“