Reale Welt ist komplex

Markt / 24.10.2019 • 22:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

„Wir können nicht viel mehr als fliegen“, sagt Roland Siegwart und der muss es wissen. Er ist Professor für autonome mobile Roboter, der zur Entwicklung und Steuerung intelligenter Roboter forscht. Ähnlich schwierig wie Drohnen als Taxis und Transportmittel einzusetzen, ist es, das autonome Fahren in die Tat umzusetzen. Das Fahrzeug bzw. die Elektronik, die autonomes Fahren ermöglicht, hat Mühe mit unsicheren Daten, wie sie im Verkehr an der Tagesordnung sind. „Robotik ist nicht künstliche Intelligenz und die reale Welt ist sehr komplex“, so Siegwart. Roboter funktionieren sehr gut in der industriellen Produktion, die genau strukturiert sei und denkbar einfach. Roboter aber können noch keine komplexen Situationen richtig erfassen. Auf Autobahnen gehe das noch einfach, doch in einer Stadt sei das derzeit noch nicht umsetzbar, berichtet der Professor über den Stand der Dinge. Und noch ein Umstand mache die Sache nicht einfacher: „Mischverkehr (also von Menschen gesteuerte Fahrzeuge und autonome Autos) ist sehr schwierig.“

Noch keine Alternative sind auch Drohnen, obwohl überraschend viel Geld in diese Vision investiert werde, gebe es noch viele Dinge zu klären. Es brauche laserbasierte 3 D-Pläne, damit sich das Fluggerät zurechtfinde. Auch sei es sicher nicht der richtige Ansatz, Drohnen einfach zu vergrößern. Zudem seien die Reichweiten zu gering und ein Helicopter viel zu laut, daran sei auch in absehbarer Zeit nichts zu ändern.