Eishockey: Dornbirn war knapp dran

Sport / 03.11.2019 • 23:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Tomi Körkkö und Juhani Tamminen machen Druck auf das Tor der Grazer. VN/stiplovsek
Tomi Körkkö und Juhani Tamminen machen Druck auf das Tor der Grazer. VN/stiplovsek

Die Bulldogs vergaben gegen Graz eine Zwei-Tore-Führung und verloren mit 2:3.

Dornbirn Lange sah es gegen Graz so aus, als ob Dornbirns Niederlagenserie endlich ein Ende haben sollte. Doch die Steirer verwandelten zwischen der 49. und 55. Minute einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg. „Wir haben zwei Drittel lang wirklich gut gespielt. In den letzten 20 Minuten hatte ich aber das Gefühl, dass die Mannschaft Angst hatte, zu gewinnen. Schade, das Team hätte sich mehr verdient“, meinte DEC-Coach Kai Suikkanen zur 13. Bulldogs-Pleite in Folge. Nach zwei Trainingseinheiten mit der Mannschaft hat der neue Trainer bereits Eindruck hinterlassen. „Es ist deutlich intensiver. Er spricht die Dinge klar an. Ich glaube, seine Ansagen in der Kabine können durchaus lauter ausfallen. Aber das ist in unserer Situation gut so“, beschrieb Kevin Macierzynski den Tupamäki-Nachfolger. In der achttägigen Länderspielpause soll nun vor allem das Abwehrverhalten der Bulldogs verbessert werden. „Ich kenne Suikkanen ja von meiner Zeit aus Bozen. Er hat uns dort immer erklärt, dass die Aussicht auf Punkte über eine gute Verteidigungsarbeit führt“, so Robin Gartner.
Tamminen-Doppelpack zu wenig
Über 2000 Fans kamen zum Spiel in die Messeishalle. Unter ihnen war auch der Ex-Dornbirn Trainer Jussi Tupamäki, der das Match von der Tribüne aus verfolgte. Genauso wie Goalie Rasmus Rinne, der sich im Spiel gegen den KAC am Knie verletzte. Backup Matthias Tschrepitsch machte in seinem zweiten Saisonspiel lange eine gute Figur. Das hatte auch viel mit der Leistung seiner Vorderleute zu tun. Die Verteidigungsarbeit und auch die körperbetonte Spielweise bekamen die Gäste lange nicht in den Griff. Zudem wirkten die Bulldogs entschlossen, wie die Versuche von Jordan Subban (1.), Jannik Fröwis (6.) sowie der Stangenschuss von Emilio Romig (7.) früh andeuteten. In der zehnten Minute scheiterte dann Mathias Bau Hansen nach einem Alleingang an Graz-Keeper Thomas Höneckl. Kurz danach funktionierte es mit Führung der Gastgeber. Einen Querpass von Subban schlenzte Juhani Tamminen zum 1:0 ins Kreuzeck (10.). Der Tabellenfünfte wurde nach diesem Treffer zwar etwas stärker, doch das Spiel bestimmten die Hausherren. In der 21. Minute brachten die Dornbirner die Scheibe erneut im gegnerischen Tor unter. Wieder war es Tamminen, der aus kurzer Distanz den Puck über die Linie beförderte. Wirklich gefährlich wurden die Murstädter nur selten, so wie in der 34. Minute. Zuerst verzog Sebastian Collberg völlig frei, den Rebound von Oliver Setzinger auf der rechten Seite schnappte sich Tschrepitsch. Trotzdem gaben die Messestädter im Schlussdrittel alles aus der Hand. Auf die Treffer von Philipp Linder (49.), Collberg (54.) und Charles Dodero (55.) wusste Dornbirn keine Antwort mehr. ABR