Das Bulldogs-Herz schlägt

Sport / 04.11.2019 • 22:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kai Suikkanen: „Wir müssen hungrig auf den Sieg sein und nicht die Niederlage fürchten.“  Stiplovsek
Kai Suikkanen: „Wir müssen hungrig auf den Sieg sein und nicht die Niederlage fürchten.“ Stiplovsek

Lob von Dornbirn-Coach Kai Suikkanen für den Auftritt gegen Graz.

Dornbirn Kai Suikkanen waren bei seinen ersten beiden Auftritten als neuer Trainer des Dornbirner EC noch keine Punkte vergönnt. Beim 2:3 gegen die Graz99ers waren seine Bulldogs aber nicht weit von Zählbarem weg. „Wir haben sehr gutes Eishockey gespielt“, streute der Finne dem Team dann auch Rosen. „Vor allem in den ersten beiden Dritteln. Die Burschen haben gekämpft, Schüsse geblockt, waren mit einem Bulldogs-Herz bei der Sache. Darüber war ich sehr glücklich.“ Als Ursache für den Einbruch im Schlussdrittel nach einer 2:0-Führung machte Suikkanen Müdigkeit aus. „Es ist uns ein wenig die Luft ausgegangen. Wir haben im dritten Drittel auch aufgehört, Eishockey zu spielen.“ Er fühle sich schlecht, meinte der 60-Jährige, seine Burschen hätten sich etwas für die Tabelle verdient. „Wir müssen hungrig auf den Sieg sein und nicht die Niederlage fürchten.“

Von Tag zu Tag verbessern

Schon nach dem ersten Spiel in Klagenfurt hatte Suikkanen versprochen, dass sich die Bulldogs von Tag zu Tag verbessern werden. Gegen Graz sah man erste gute Ansätze: Die Mannschaft wirkte kompakter, war defensiv besser organisiert, gab sich in der Offensive mutiger. Die beiden Treffer von Juhani Tamminen waren sauber herausgespielt.
Die Länderspielpause bietet Suikkanen die Möglichkeit, seine Mannschaft besser kennenzulernen. „Ich möchte jeden Spieler analysieren, seine Stärken herausarbeiten“, wird er an den beiden trainingsfreien Tagen viel Videostudium betreiben. „Dann heißt es, diese Stärken auf das Eis bringen.“ Suikkanen möchte eine Mannschaft sehen, die viel arbeitet, aber auch mit dem Puck kreativ wird. „Und ich werde ein hartes Eishockey spielen lassen.“
Nicht ausgeschlossen, dass Dornbirn diese Woche auf dem Transfermarkt aktiv wird. Ein Kandidat wäre Matias Sointu, Schützling von Suikkanen aus Bozener Tagen. Sein Vertrag in Cardiff ist ausgelaufen, er hatte beim britischen Klub temporär ausgeholfen. Suikkanen ist allerdings bekannt dafür, dass er zuerst Baustellen in den Abwehrreihen ausbessert. Ein Blick auf die Plus-Minus-Statistik der EBEL zeigt Handlungsbedarf: Die Bulldogs-Verteidiger Olivier Magnan und Antti Kauppila belegen die beiden letzten Plätze.