Altach mit inferiorem Abwehrverhalten

Sport / 09.11.2019 • 19:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Elfmeterfoul von Anderson an Rapids Kelvin Arase. GEPA

Haarsträubende Eigenfehler verhalfen Rapid gegen vor der Pause erschreckend schwache Altacher zu einem 3:0-Erfolg.

Altach Tiefschläge gab es genug für den Cashpoint SCR Altach rund um das Spiel gegen den Rekordmeister aus Wien. Erst musste kurzfristig die Torhüterposition neu besetzt werden, weil es bei Martin Kobras krankheitsbedingt nicht ging. Reuf Durakovic rückte nach und Benjamin Ozegovic musste seinen Juniorsjob für die Ersatzbank tauschen. Und dann war da wieder die schon fast obligate Anfangsschwäche der Altacher. Keine zwölf Minuten dauerte es und man lag 0:2 zurück. Am Ende hieß es 3:0 für Rapid und für die Rheindörfler war es einmal mehr in dieser Saison ein Fußballabend zum Vergessen.

tipico Bundesliga

14. Spieltag

Cashpoint SCR Altach – SK Rapid Wien 0:3 (0:3)

Cashpoint Arena, 5104 Zuschauer, SR Markus Hameter (NÖ)

Torfolge: 11. 0:1 Schwab (Foulelfmeter), 12. 0:2 Murg, 35. 0:3 Arase

Gelbe Karten: 10. Anderson (Altach), 45./+ 1 Maximilian Hofmann (Rapid/beide Foulspiel)

Cashpoint SCR Altach (3-4-1-2): Durakovic; Anderson, Maak (36. Sam), Zwischenbrugger; Thurnwald, Tartarotti (73. Jamnig), Lars Nussbaumer, Karic; Fischer; Gebauer (74. Gschweidl), Mergim Berisha

SK Rapid Wien (3-5-2): Strebinger; Dibon (36. Maximilian Hofmann), Sonnleitner, Barac; Stojkovic, Murg (66. Schobesberger), Dejan Ljubicic, Schwab, Ullmann; Knasmüllner (78. Velimirovic)

Katastrophale Fehler

Es waren wieder die individuellen Fehler, die für einen Horrorstart gegen Rapid sorgte. Ein völlig unmotivierter Pass von Anderson brachte Thurnwald in die Bredouille. Sein Ballverlust an Ullmann wurde zum Sargnagel. Denn Anderson konnte sich gegen Ullmann nur noch durch ein Foul retten, Schiedsrichter Markus Hameter zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Eine Chance, die sich Stefan Schwab nicht entgehen ließ (11.). In dieser Tonart ging es weiter. Keine Spur mehr von der in Innsbruck an den Tag gelegten Sicherheit. Vielmehr war das Abwehrverhalten ein einziges Torso. Nur wenige Sekunden nach dem 0:1 bestätigte Matthias Maak die These, in dem er den Ball leichtfertig an Arase verlor. Knasmüllner erbte und bediente Murg, der aus kurzer Distanz für den zweiten Rapid-Treffer sorgte (12.). Damit war das Spiel entschieden. Nicht, weil die Wiener so stark spielten, sondern weil Altach die Gäste mit Eigenfehlern zum Toreschießen einlud. Hinzu kam mangelhaftes Abwehrverhalten, nicht zum ersten Mal in dieser Saison.

Auf der Altacher Bank sorgte der frühe Rückstand für Bewegung. Doch der notwendige Wechsel kam zu spät. 36 Minuten musste Sidney Sam warten, ehe er zum Einsatz kam und mit Maak einer der indisponierten Defensivspieler den Platz räumen musste. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 0:3, weil Letzterer stümperhaft attackierte und Murg ideal auf Arase spielte. Dieser hatte wenig Mühe, allein vor Reuf Durakovic den Ball im Tor unterzubringen. Es war der negative Höhepunkt einer ersten Hälfte, die aus Sicht der Hausherren zum Vergessen war.

Ansatzweise Fußball

Mit der Umstellung auf eine Viererkette und der Hereinnahme von Sam kam ein bisschen Stabilität in das fragile SCRA-Team. Doch gefordert wurden die Gäste nicht wirklich, kein Wunder ob der komfortablen 3:0-Pausenführung. Zumindest der Versuch, Fußball zu spielen war erkennbar. Das war zum einen Sidney Sam geschuldet, aber auch Rapid, das sich zurückzog und nur mehr das Ergebnis verwaltete. Nach 70 Minuten auch eine erste Chance, doch Manfred Fischer rutschte am Ball vorbei. Auch in der Folge war es immer wieder Sam, der seine Mitspieler nach vorne trieb und einmal auch selbst an Torhüter Richard Strebinger scheiterte. So blieb am Ende ein Abseitstor von Bernd Geschweidl der einzige Höhepunkt in der zweiten Halbzeit (81.), in der die Hausherren zumindest ansatzweise Fußball spielten.