Zanoni will trotz fehlender Pokercasino-Lizenz weitermachen

Vorarlberg / 11.11.2019 • 22:32 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Bregenz, Wien Der Pokercasino-Betreiber Peter Zanoni will seine österreichweit zwölf Concord Card Casinos, darunter auch eines in Bregenz, und das Montesino-Casino in Wien-Simmering trotz per Jahresende auslaufender Konzession im nächsten Jahr weiterbetreiben. Man werde auch am 1. Jänner 2020 offenhalten, kündigte Zanoni am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien an.

Seit Eröffnung des ersten Pokercasinos im Jahr 1993 liegt Zanoni mit den Steuerbehörden im Clinch. Zahlreiche Verfahren am Verwaltungs- und Verfassungsgerichtshof folgten. Der Pokercasino-Betreiber will die Glücksspielabgabe in Höhe von 16 Prozent des Spieleinsatzes nicht zahlen und spricht von einer „Erdrosselungssteuer“. Er könne nur Steuern auf die Tischgelder zahlen, mit den Pokereinsätzen zwischen den Spielern habe man nichts zu tun.

Abgabenforderungen der Finanzbehörden in dreistelliger Millionenhöhe führten im Frühjahr 2019 schon zur Insolvenz von mehreren Firmen aus dem Glücksspielreich von Zanoni.