Hausdurchsuchung zur Casinos-Affäre bei Ex-Finanzminister

Politik / 12.11.2019 • 22:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien Es kehrt keine Ruhe um die Bestellung des FPÖ-Politikers Peter Sidlo zum Finanzvorstand der Casinos Austria ein: Am Dienstag gab es Hausdurchsuchungen bei der staatlichen Beteiligungsgesellschaft ÖBAG, ÖBAG-Chef Thomas Schmid, Ex-Finanzminister Hartwig Löger und Casinos Aufsichtsratschef Walter Rothensteiner sowie seinem Stellvertreter Josef Pröll. „Die Presse“ schreibt von einer Aktennotiz Rothensteiners, wonach Löger mit Novomatic-Gründer und Alleinaktionär Johann Graf gesprochen habe: „Der hat irgendeinen Hintergrunddeal mit den Blauen. Daher ist Sidlo ein Muss.“ Graf wolle keinen Alternativkandidaten. Löger werde mit Pröll und der mitbeteiligten Sazka-Group sprechen, „damit wir einstimmig bestellen können“. Löger weist alle Vorwürfe zurück.

Sidlo ist unter Türkis-Blau als Finanzchef der Casinos Austria eingesetzt worden. In einer anonymen Anzeige hieß es, die Bestellung gehe auf einen Deal von Novomatic und FPÖ zurück. Die FPÖ hätte sich für Lockerungen im Glücksspielgesetz einsetzen sollen. Beide Seiten dementieren das.