Verpackungen als Ärgernis

Leserbriefe / 12.11.2019 • 18:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ich trinke gerne Mineralwasser aus der PET-Flasche. Ein kurzer Aufenthalt in Griechenland hat mir die Erkenntnis gebracht, dass die griechischen PET-Flaschen viel leichter zu entsorgen sind, weil sie dünnwandiger sind. Sie wiegen nicht einmal die Hälfte der gleichen österreichischen PET-Flaschen. Die österreichischen Getränkehersteller haben wohl den Materialanteil Ihre Flaschen durch recycelbaren PET erhöht, aber das reicht nicht aus, wenn das Gewicht der Flasche gleich bleibt. Durch besondere Formgebung der Flaschen kann man Stabilität und Material­effizienz erreichen. Insgesamt sind Verpackungen unnötiger Abfall, der entsorgt werden muss. Diese Aufgabe überlassen die Produzenten den Konsumenten. Der Produzent fühlt sich nicht an irgendwelche Richtlinien der Entsorgung gebunden, baut Verpackungen nach Werbungsaspekten, welche oft mehr Inhalt vortäuschen, als sie enthalten. Der Inhalt der Altpapiertonne hat sich wegen des Online-Handels stark geändert. Immer öfter zu sehen sind in den Altpapier-Containern große Pappkartons. Die Zuständigen müssten daher einen Weg finden, die Versandhändler und die Produzenten an den Kosten für die Altstoffsammlung zu beteiligen und diese weiter an die Verbraucher zu leiten. Als dringende Aufgabe einer neuen Regierung sehe ich, im Sinne eines effizienteren Materialeinsatzes und einer Umweltverträglichkeit von sämtlichen Verpackungen, die Aufsicht über diese Branche zu übernehmen. Denn ein Leben mit weniger Verpackungen ist denkbar und sinnvoller.

DI Basil Charalambous,

Feldlkirch