Schließungspläne nicht nachvollziehbar

Vorarlberg / 13.11.2019 • 20:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Zusammenlegen des Bezauer Gerichts mit jenem in Bregenz würde der Stärkung von Regionen und Ortszentren widersprechen. Berchtold
Das Zusammenlegen des Bezauer Gerichts mit jenem in Bregenz würde der Stärkung von Regionen und Ortszentren widersprechen. Berchtold

Bürgermeister verteidigen das Bezirksgericht Bezau.

Bezau, Egg Wenn es nach einem Arbeitspapier des Justizministeriums geht, könnte das Bezirksgericht in Bezau bald geschlossen werden. Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) erklärte, er lehne die Schließungspläne entschieden ab und verlange eine Klarstellung des Ministeriums (die VN berichteten).

Auch für die Standortgemeinde Bezau und für die Region Bregenzerwald sind diese Schließungspläne nicht nachvollziehbar. Als Argument wird die geringe Größe des Gerichts herangezogen. „Das Bezirksgericht Bezau wird österreichweit immer wieder als eines der besten und effizientesten gesehen“, zitiert Guido Flatz, Obmann der Regio Bregenzerwald, entsprechende Vergleiche. „Seine Größe ist punktgenau abgestimmt auf das, was die 37.000 Menschen im Bezirkssprengel brauchen.“ Der Gedanke, dieses Serviceangebot abzubauen, macht für die Verantwortlichen keinen Sinn.

Das neue Raumbild des Landes Vorarlberg sieht etwa die Stärkung von Regionen und Ortszentren vor, österreichweit sollen Verwaltungseinheiten nach Möglichkeit in ländliche Gebiete verlegt werden. „Ein Zusammenlegen des Bezauer Gerichts mit jenem in Bregenz würde dem völlig widersprechen“, bringt es der Bezauer Bürgermeister Gerhard Steurer auf den Punkt.