Abschuss von Flug MH17: Ermittler belasten Russland schwer

Welt / 14.11.2019 • 22:39 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Flug MH17 ist am 17. Juli 2014 über der Ostukraine abgeschossen worden. RTS
Flug MH17 ist am 17. Juli 2014 über der Ostukraine abgeschossen worden. RTS

Moskau Im Fall der abgeschossenen malaysischen Passagiermaschine MH17 haben Ermittler in den Niederlanden neue schwere Vorwürfe gegen Russland erhoben. Die Verbindungen zwischen der Führung der Separatisten und Russland seien enger als bisher bekannt, sagte Ermittler Andy Kraag vom internationalen Untersuchungsteam JIT in einer Videobotschaft. Das JIT veröffentlichte am Donnerstag Telefonmitschnitte, auf denen unter anderem Wladislaw Surkow, ein enger Berater von Kremlchef Wladimir Putin, zu hören sein soll. Nach Darstellung von Kraag gingen die Kontakte deutlich über militärische Hilfe hinaus. Die nun veröffentlichten Mitschnitte sollen beweisen, dass die Separatisten direkten Kontakt zu russischen Regierungsbeamten hatten. Russland bestreitet vehement, die Separatisten militärisch zu unterstützen oder sie zu steuern. Kraag rief Zeugen mit Blick auf die Mitschnitte auf, sich bei den Ermittlern zu melden.