Politikergehälter

Leserbriefe / 14.11.2019 • 18:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Viele Tausend Ehrenamtliche im Lande verbringen viel Zeit für die Allgemeinheit. In Vereinen, in Rettungsorganisationen, wie Rotes Kreuz, Feuerwehr, Bergrettung, in Kulturvereinen, bei kirchlichen Aufgaben usw. und verzichten dabei auf Einnahmen und Aufwandsentschädigungen. Kürzlich hat die VN die Gehälter unserer Politiker bekanntgegeben. Es stellt sich mir die Frage, ob die Staffelung der Einkommen der Mandatare in dieser Form gerechtfertigt ist. Abgeordnete üben neben ihrem Mandat noch einen Beruf aus. Ich frage mich, muss ein Landtagspräsident das Doppelte verdienen wie ein Landtagsabgeordneter und ein Landeshauptmann das Dreifache? Die Herren bezahlen für eine Semmel das Gleiche wie ihre Reinigungskraft. Auch die Redezeiten der Abgeordneten wurden schon veröffentlicht. Es gibt Mandatare, die sich kaum bis zum Rednerpult vorwagen. Die Abgeordneten sollten daran denken, dass sie von Menschen gewählt werden, die kaum genug Geld haben, um die Wohnung zu bezahlen. Ein Mandatar verdient das Mehrfache einer Alleinerziehenden. Wenn große Anschaffungen anstehen, verursacht dies schlaflose Nächte. Wenn die Höchstgehälter für Politiker nicht über 14.000 Euro steigen dürfen, dann lässt sich damit wohl gut leben. Die Alleinerziehende muss damit ein Jahr lang auskommen und ist täglich 24 Stunden im Einsatz. Nulllohnrunden für Politiker bei diesen Gehältern dürften ihnen wohl nicht schwerfallen und werden eher zur Farce.

Hugo Mayer, Egg