Paris–Vorderwald – klimaneutrales Leben

Leserbriefe / 15.11.2019 • 19:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Gletscher schmelzen, die Sommer werden immer heißer, Böden trocknen aus – der Klimawandel ist kein Zukunftsszenario, er ist in vollem Gange! Wir pflegen einen Lebensstil, der diese Entwicklung nicht nur völlig ignoriert, sondern noch befeuert.

Der Verkehr nimmt von Jahr zu Jahr zu, der Flugverkehr steigt und steigt, wir betreiben eine industrielle Landwirtschaft, die die Böden auslaugt, die Luft und das Wasser enorm belastet und eine Massentierhaltung, für die wir uns schämen müssen. Wir haben jegliches menschliche Maß verloren. Bereits 1973 forderte der Ökonom Ernst Friedrich Schumacher in seinem Buch „Small is Beautiful“ eine Rückkehr zum menschlichen Maß. Meine Frau und ich haben für das Projekt Paris-Vorderwald unseren Lebensstil noch einmal gründlich überdacht. In diesen vier Wochen sind wir nicht mit dem Auto gefahren, haben kein Fleisch und keine Wurst gegessen und haben noch bewusster und regionaler eingekauft. Unsere Wege haben wir in dieser Zeit ausschließlich zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Bus zurückgelegt. Es war keine Zeit des Verzichtes. Es stellte sich ein Gefühl der Unabhängigkeit und Freiheit ein. Wir hatten viele Begegnungen und führten interessante und kontroverse Gespräche, was dazu führte, dass unsere Lebensqualität zugenommen hat.

Klaus Riedl, Lingenau (Teilnehmer am Projekt Paris-Vorderwald)