Erstes Pflegesymposium an FH Vorarlberg

Vorarlberg / 17.11.2019 • 17:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Weiterentwicklung der Pflegepraxis in Vorarlberg im Fokus.

Dornbirn Mit dem Start des Bachelorstudiengangs Gesundheits- und Krankenpflege im Jahr 2018 wurde in der Pflegelandschaft in Vorarlberg ein Meilenstein gesetzt. Ein weiterer Höhepunkt war die erstmalige Veranstaltung: Pflegesymposium 2019. Der Fokus lag dabei auf Visionen für zukünftige Schritte in der Aus- und Weiterbildung in der Pflege. Barbara Harold, Studiengangsleiterin Gesundheits- und Krankenpflege, ging auf die Sorge ein, dass Bachelorabsolventen der direkten Pflege verloren gehen könnten. „In Wien, wo ein Studiengang seit 2008 läuft, gehen fast 80 Prozent in die Akutpflege. Sie steigen zu 91 Prozent innerhalb von drei Monaten in den Beruf ein, 44 Prozent sogar nach vier Wochen.“

„Es bedarf einer verstärkten Imagearbeit für Pflegeberufe, neuer Ausbildungsformen für junge, sozial engagierte Menschen und guter Angebote für Wiedereinsteiger“, so LR Martina Rüscher. „Wichtig ist die Stärkung der Ausbildungsstätten, der Gesundheits- und Krankenpflegeschulen, die tertiäre Ausbildung an der FH, die Etablierung von berufsbegleitenden Weiterbildungsmöglichkeiten für diplomierte Pflegekräfte hin zum Bachelor, um auch in den Spezialisierungen der Pflege ausreichend Personal auszubilden.“ Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker betonte die Wichtigkeit von guten Rahmen- und Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte, besonders in der Langzeitpflege.