Großes Aufräumen hat begonnen

Welt / 19.11.2019 • 22:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Nach den Unwettern hat sich die Lage vielerorts entspannt. Aber noch keine Entwarnung.

Lienz, Klagenfurt Nach den Unwetter-Tagen hat sich die Lage vielerorts entspannt – komplett gebannt ist die Gefahr noch nicht. Auch am Dienstag drohten in Oberkärnten und Osttirol Lawinen in die Täler zu krachen, zahlreiche Hänge rutschten ab. Die günstige Wettersituation konnte für Aufräumarbeiten genutzt werden. In Heiligenblut unweit des Großglockners musste ein Dreijähriger wegen eines Blinddarmdurchbruchs ausgeflogen werden. Die Feuerwehr musste dafür einen Landeplatz freischaufeln und Bäume fällen. „Der Zustand des Burschen ist stabil“, sagte Klinikum-Sprecherin Nathalie Trost.

In Osttirol krachte eine Schlammlawine in zwei Häuser. Eine Trinkwasser-Quelle wurde in Bad Kleinkirchheim verunreinigt. Insgesamt normalisierte sich die Lage in den meisten Gebieten merklich. Die Lawinengefahr ging zurück, auch einige Straßensperren konnten landesweit aufgehoben werden. Im Salzburger Land nutzten die Einsatzkräfte die gute Witterung für Aufräumarbeiten.

Alleine im Gasteinertal und im Raurisertal seien Hunderte abgerutschte Hänge gesichtet worden. Dass die letzten Tage für die Einsatzkräfte ein Kraftakt waren, verdeutlichen Zahlen aus Kärnten: Bis Dienstag halfen hier 9500 freiwillige Helfer der Feuerwehren bei mehr als 1200 Einsätzen. Das Land Tirol geht nach ersten Schätzungen bereits von zehn Millionen Euro Schaden aus. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik soll es in Osttirol und Kärnten heute, Mittwoch, weitgehend trocken blieben.

Tausende Einsatzkräfte und freiwillige Helfer waren und sind in den Gebieten im Einsatz. APA
Tausende Einsatzkräfte und freiwillige Helfer waren und sind in den Gebieten im Einsatz. APA