Hörgenuss in Rot-Weiß-Rot

Vorarlberg / 19.11.2019 • 18:11 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Gabriele Hronek (Auswahlchor) und Ulrich Mayr (Gioia). BI
Gabriele Hronek (Auswahlchor) und Ulrich Mayr (Gioia). BI

Klangvolle Kooperation des Chors Gioia und der Voice Selection der MMS Thüringen.

Bludenz Ein sehr breit gefächertes Programm bot die erste Kooperation des Chors Gioia mit dem Auswahlchor Voice Selection der MMS Thüringen unlängst im Stadtsaal in Bludenz. „Da ich selber bei Gioia mitsinge und unser Chorleiter Ulrich Mayr bei uns in der Musikmittelschule in Thüringen unterrichtet, hat es genug Verknüpfungen gegeben, die ein gemeinsames Konzert der beiden doch sehr unterschiedlichen Chöre ermöglichten“, erklärte Andreas Mäser, Direktor der MMS Thüringen.

Blumenpracht

Das Konzert begann recht feierlich, indem die Sänger zu Trommelbegleitung rechts und links im Stadtsaal einmarschierten. Ein Projekt wie dieses gelinge nur durch die Beteiligung von Sponsoren, meinte Walter Bitschnau, Obmann von Gioia. So sei unter anderem die Blumenpracht auf der Bühne der Gärtnerei Schallert zu verdanken, die passenderweise den Blumenschmuck in Rot-Weiß-Rot zum Thema der Veranstaltung „Made in Austria“ gestaltet hatte. Die Moderation der Matinee wurde sehr gekonnt von Susanne Larisch übernommen, die gleich mit Fragen wie: „Wofür steht Österreich“? einstieg.

Gioia startete mit einer recht enthusiastischen Interpretation des Liedes „In da Berg bin i gern“ – und dies passend kleidungstechnisch garniert mit Skiern, Mützen, Schals, Bergseilen und Rucksäcken. Österreich als Fremdenverkehrsregion wurde somit auch bildlich dargestellt. Es folgte ein sehr sanftes Lied von Hubert von Goisern mit dem Titel „Wie der Wind“. Sehr abwechslungsreich gestaltete sich der nächste Programmabschnitt, der vom Auswahlchor der MMS Thüringen gestaltet wurde.  So kam nach einem Volkslied des Schrunser Komponisten Bruno Wiederin mit „Min Nussbaum“ ein Handygstanzl aus Salzburg zur Aufführung. Dies war sehr lustig: Ein Handy klingelte, ein Chormitglied nahm ab und sagte: „Du Mama, ich kann jetzt nicht, denn ich bin auf der Bühne.“ Ein weiterer Publikumsliebling war der Song von Markus Linder „An ghöriga Riebl“, der mit Waschbrett und Pfanne untermalt wurde.

Von Gioa folgte dann ein eher besinnlich-sakraler Teil, wunderschön gesungen war vor allem das „Locus iste“, das bei den Zuhörern ein Gänsehaut-Feeling verursachte. Aber auch der Kinderchor, der das Ave Maria ganz zart vertont präsentierte, war ein wunderschönes Konzerterlebnis. Die Leitung des Kinderchors hatte Gabriele Hronek inne, die auf sehr gefühlvolle Arrangements setzte. So wurde unter anderem auch Mozarts kleine Nachtmusik mit zwei Klarinetten und sehr originellem Text zur Aufführung gebracht. Sehr humorvoll war die Inszenierung von ein „Ba-Ba-Banküberfall“ der EAV. Walter Bitschnau unterrichtet im Berufsalltag an der Polizeischule, den Bankräuber gab er schlichtweg grandios.

Von beiden Chören gemeinsam wurde das Lied „I am from Austria“ sowie „In Vorarlberg“ gestaltet. Es folgte tosender Applaus des Publikums. Als Chorbegleitung waren im Übrigen Thomas Summer am Schlagzeug, Walter Summer am Bass und an der Gitarre sowie Thomas Dür am Piano zu hören. BI

Walter Bitschnau und Andreas Mäser freuten sich über die Kooperation.
Walter Bitschnau und Andreas Mäser freuten sich über die Kooperation.
Gioia und der Auswahlchor der MMS Thüringen wussten im Stadtsaal zu begeistern. Mäser
Gioia und der Auswahlchor der MMS Thüringen wussten im Stadtsaal zu begeistern. Mäser