Müllsammler wider Willen: Plastik in Manta und Walhai

Welt / 19.11.2019 • 22:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Was den Großen der Meere in den Schlund strömt, können sie nicht bestimmen. AP
Was den Großen der Meere in den Schlund strömt, können sie nicht bestimmen. AP

Jakarta Der Plastikmüll in den Weltmeeren belastet auch riesige Tiere wie Mantarochen und Walhaie immens. Sie filtern täglich Hunderte bis Tausende Kubikmeter Meerwasser und nehmen dabei große Mengen Mikroplastik zu sich, berichten Wissenschafter nach Wasseranalysen vor Bali und anderen indonesischen Inseln. Die kleinen Teile sammeln sich im Verdauungstrakt der riesigen Tiere – mit noch unklaren Langzeitfolgen. Die Forscher um Elitza Germanov von der Murdoch-Universität in Perth (Australien) hatten das Wasser vor Nusa Penida auf Bali sowie im Komodo-Nationalpark und in der Java-See untersucht. Aus der Partikelzahl in den Proben errechneten sie die wahrscheinliche Aufnahme über das von den Tieren filtrierte Wasser. Demnach landen im Magen eines Riffmantas pro Stunde bis zu etwa 60 Plastikpartikel. Bei Walhaien könnten es sogar mehr als doppelt so viele sein, heißt es im „Frontiers in Marina Science“.