Neuer Grundwasserbrunnen als Rhesi-Start in Lustenau

Vorarlberg / 19.11.2019 • 19:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Lange wurden am Rhein Testbohrungen gemacht, ehe der richtige Standort für den neuen Trinkwasserbrunnen gefunden werden konnte.IRR
Lange wurden am Rhein Testbohrungen gemacht, ehe der richtige Standort für den neuen Trinkwasserbrunnen gefunden werden konnte.IRR

Lustenau Rhein-Erholung-Sicherheit, kurz Rhesi genannt, wirft in Lustenau nun auch baulich seine Schatten voraus. Für 2022 ist im Rheinvorland der Bau eines neuen Trinkwasserbrunnens vorgesehen. Er wird von Rhesi mitfinanziert.

Für Bürgermeister Kurt Fischer (56, ÖVP) ist der diesbezüglich gefasste einstimmige Gemeindevertretungsbeschluss von „epochaler Bedeutung.“ Fischer: „Er ist das erste große Bauvorhaben, mit dem wir unsere gemeinsame Lebensader Rhein neu gestalten. Der Schutz unseres Trinkwassers ist ein wesentliches Ziel von Rhesi.“ Tiefbaureferent Martin Fitz (FPÖ) sieht dadurch „das Gold der Alpen für alle kommenden Generationen in unserer Gemeinde gesichert“.

Zusätzliche Leitungen

Beruhigt ob der jetzt fixierten Lösung zur Trinkwasserversorgung zeigt sich auch der Leiter des Wasserwerks Lustenau, Michael Bösch. „Die Untersuchungen haben die Notwendigkeit der Verlegung der Lustenauer Trinkwasserbrunnen bestätigt“, äußert sich Bösch zum Vorhaben. Die Verlegung sei deswegen notwendig, damit die Abflussmenge des Rheins auch an seiner engsten Stelle erhöht werden könne.

Für Rhesi-Projektleiter Markus Mähr ist der Start der Planungen für den neuen Brunnen in Lustenau „ein riesiger Schritt“ für das Hochwasserschutzprojekt Rhesi. „Mit der Verlegung der Brunnen wird der Weg freigemacht für die Erhöhung der Abflusskapazität im Bereich Lustenau/Au. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde haben wir eine Lösung gefunden, die beiden Seiten hilft.“

Für den künftigen Grundwasserbrunnen von Lustenau wurde ein geeigneter Standort auf Höhe Blumenau gefunden, gut 500 Meter flussaufwärts vom jetzigen. Zur Anbindung an das Wasserwerk wird eine neue Transportleitung gebaut. Auch ein Tiefbehälter ist vorgesehen, wo das Trinkwasser zwischengespeichert und von dort in das Versorgungsnetz gespeist wird.

Der neue Brunnen und die zusätzlichen Leitungen machen das Trinkwassersystem robuster. „Das geplante Speichervolumen beträgt 2600 Kubikmeter. Damit können wir die Versorgungsspitzen abdecken, ohne mehr Wasser zu fördern“, erklärt Bösch.