Ibiza-Verdächtige in Haft

Politik / 20.11.2019 • 22:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Ibiza-Video sprengte die Koalition von ÖVP und FPÖ. APA
Das Ibiza-Video sprengte die Koalition von ÖVP und FPÖ. APA

Skandal-Video: Personen stehen im Umfeld des involvierten Privatdetektivs.

Wien Nach Razzien und Festnahmen im Zusammenhang mit Ermittlungen zum Ibiza-Video waren am Mittwoch noch drei Verdächtige in Verwahrungshaft. Dem Vernehmen nach wird über zwei der drei Personen heute, Donnerstag, Untersuchungshaft verhängt. Ob auch die dritte Person in U-Haft muss, war am Mittwochabend noch offen.

Details zu den Ermittlungen gibt es keine, da es sich um einen Verschlussakt handelt. Unter anderem bestehe aber der Verdacht der Nötigung, gefährlichen Drohung, Urkundenfälschungen und Erpressung. Am Dienstag waren auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien drei Razzien durchgeführt worden. Zwei in Wien, eine offenbar in Salzburg. Dabei kam es zu mehreren Festnahmen. Die Verdächtigen dürften laut Medienberichten aus dem Umfeld des involvierten Privatdetektivs stammen, der eine Schlüsselrolle beim Ibiza-Video gespielt haben soll und als Begleiter der vermeintlichen Oligarchen-Nichte auftrat. Unter den Verdächtigen sollen sich der Geschäftsführer einer Consulting Firma sowie dessen Mitarbeiterin befinden. Zudem wird zwei der Festgenommenen zur Last gelegt, die im Video als Oligarchin auftretende Frau eingeschult sowie Urkunden gefälscht zu haben.

Laut der Festnahmeanordnung soll der Detektiv einen Komplizen aufgefordert haben, „mindestens 400.000 Euro“ von Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache für das Video zu verlangen.