Negativer
Aktionismus

Leserbriefe / 20.11.2019 • 17:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Überall ist nachzulesen, dass das Ergebnis der Volksabstimmung in Ludesch mit Bedauern akzeptiert werde. Das kann ich nachvollziehen. Für mich war die Volksabstimmung „Neugut Rauch“ nur eine Hetzkampagne gegen das Familienunternehmen Rauch. Die Ludescher Bürger wurden mit gezielten Falschinformationen, Lügen und negativer Stimmungsmache genötigt, gegen Rauch zu stimmen. Das ist für mich keine gelebte Demokratie, sondern negativer Aktionismus. Und was jetzt? Mit dem Ergebnis wurde nun erreicht, dass Rauch nicht bauen kann und unsere Luft weiterhin mit sonst vermeidbaren 8000 Lkw-Fahrten jährlich verpestet wird. Es wurde aber auch nichts für die Umwelt und das Klima getan, was die Ja-Sager als Gründe angegeben hatten, sondern das Gegenteil. Weiters wird der anscheinend sehr gute Boden, auf dem die letzten 40 Jahre kein Ackerbau betrieben wurde, auch in Zukunft nicht bewirtschaftet, weil es Privatgründe sind. Es gibt zudem keine zusätzlichen Einnahmen für die Gemeinde, kein Kindergarten-Neubau, keine Renovierung der Schule. Zudem wurde die Dorfgemeinschaft in zwei Lager aufgeteilt, und diese Gräben werden sich so schnell nicht wieder schließen. Medial werden wir für dieses Ergebnis belächelt und zum Teil beschimpft und ich finde kein Gegenargument, um solche Aussagen zu entkräften.

Roland Bischof, Ludesch