Rettung aus Kühlcontainer

Welt / 20.11.2019 • 22:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In Vlaardingen bei Rotterdam wurden die Migranten von Polizei und Rettungskräften in Empfang genommen. AFP
In Vlaardingen bei Rotterdam wurden die Migranten von Polizei und Rettungskräften in Empfang genommen. AFP

25 Migranten in einem Kühllaster auf einer Fähre in Richtung England entdeckt.

Rotterdam Vier Wochen nach dem dramatischen Fund von 39 Leichen in einem Kühllaster in Großbritannien sind erneut Migranten in einem Kühlcontainer entdeckt worden. Die 25 Migranten wurden auf einer Nordseefähre gefunden, die auf dem Weg von Vlaardingen bei Rotterdam in den Niederlanden ins englische Felixstowe gewesen war. Unter ihnen waren auch sechs Minderjährige, wie die Rotterdamer Polizei am Mittwoch mitteilte.

Im Gegensatz zu dem Fall von vor vier Wochen ging der Zwischenfall auf der Frachtfähre „Britannia Seaways“ glimpflicher aus. Nach Angaben der dänischen Reederei erlitten die Migranten Unterkühlungen, ums Leben kam bisherigen Erkenntnissen zufolge aber niemand. Sie hätten versucht, versteckt in dem gekühlten Sattelauflieger an Bord des Schiffes von den Niederlanden nach Großbritannien zu gelangen, teilte die Reederei der Deutschen Presse-Agentur mit. Sie seien während der Überfahrt am Dienstagnachmittag entdeckt worden, nachdem sie ein Loch in den Lkw-Auflieger geschlagen hätten.

Das Schiff drehte daraufhin nach Vlaardingen um, wo Polizei und Rettungskräfte die Menschen in Empfang nahmen. 23 von ihnen kamen nach einer ärztlichen Untersuchung auf eine Polizeiwache, zwei zur medizinischen Behandlung ins Krankenhaus. Nach Angaben der Rotterdamer Polizei stammten die Migranten diesmal wahrscheinlich überwiegend aus Kuwait und dem Irak. Die Identitätsbestimmung sei allerdings noch nicht abgeschlossen, deshalb könne man die Herkunft noch nicht mit aller Sicherheit bestätigen. Der Fahrer des Kühllasters wurde festgenommen. Zunächst war unklar, ob der 39-jährige Rumäne von den Menschen in dem Kühlauflieger gewusst hatte. Der Lkw wurde beschlagnahmt.