Saisonstart ins Ungewisse für Stefan Kraft und ÖSV-Adler

Sport / 20.11.2019 • 18:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Stefan Kraft hält in Wisla mit 139 Metern den Schanzenrekord.AP
Stefan Kraft hält in Wisla mit 139 Metern den Schanzenrekord.AP

Am Wochenende startet in Polen die Skisprungsaison.

Wisla Zum dritten Mal in Folge ist Wisla in Polen Schauplatz des Auftakts der Skispringer. Nicht weniger als 30 Einzel- und sechs Team-Bewerbe samt Vierschanzen-Tournee stehen bis zum Finale in Planica auf dem Programm. Vom 19. bis 22. März steigt dort die Skiflug-WM. Vorsichtig optimistisch reiste das ÖSV-Team nach Polen. Cheftrainer Andreas Felder hütete sich aber vor dem Auftakt, der mit einem Team (Samstag, 16 Uhr) und Einzel (Sonntag, 11.30 Uhr, jeweils ORF 1) über die Bühne geht, öffentlich Ergebnisziele zu nennen. „Wir können einen auf dem Stockerl haben, können aber auch keinen einzigen Springer in den Top Ten haben. Für mich ist wichtig, dass die Leute ihre Vorstellungen umsetzen. Dann werden auch die Ergebnisse nicht schlecht sein“, sagte Felder.

Für ihn ist die Saisonpremiere, die im Vorjahr die Hausherren aus Polen und im Einzel der Russe Jewgenij Klimow gewannen, noch nicht standortbestimmend. Aber natürlich wünscht sich der Tiroler einen guten Start. Zuletzt suchten einige der ÖSV-Adler noch die Selbstverständlichkeit. So testete Stefan Kraft erfolglos eine neue Bindung und setzt nach einer eingeschobenen Testserie auf den Schanzen in Garmisch, Innsbruck und Hinzenbach auf Altbewährtes. Der Gesamtzweite des Vorjahres hat nun zumindest Klarheit. „Aber optimal ist es nicht.“ Kraft fühlt sich am Startort wohl. „Ich halte in Wisla den Schanzenrekord (139 m) und habe 2015 gewonnen. Ich kann hier also schon sehr weit springen. Und im Team lief es für uns eigentlich immer gut.“

Chancen für Schlierenzauer

Das Aufgebot für das Teamspringen wird Felder erst nach der Qualifikation am Freitag bekannt geben. Schlierenzauer könnte Teil davon sein. Auf der Malysz-Schanze hat sich der 29-jährige Tiroler zuletzt aber schwergetan. „Man weiß nicht, wo man steht. Aber ich habe das schon ein paar Mal erlebt und bin daher recht gelassen. Let‘s see.“

Hayböck kämpft in Polen gegen die Geister der Vergangenheit. „In den letzten Jahren hat es mich beim ersten Wettkampf immer ausgespuckt. Fahre ich mit Punkten weg, dann passt es.“ Wichtiger ist dem Routinier, der es im Vorjahr nur einmal in die Top Ten schaffte, allerdings die Umsetzung. „Wenn ich 25. werde und in alte Muster zurückfalle, dann passt es sicher nicht.“ Auch für Huber, Aschenwald und Hörl heißt es laut Felder in dieser Saison konstanter vorne rein zu springen. Die gemeinsame Hoffnung auf einen besseren Start gilt für Aschenwald besonders.