Viel Geduld zahlte sich für den Dornbirner Mädchentreff aus

Vorarlberg / 21.11.2019 • 16:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Mädchen freuten sich auf das bevorstehende Fest. ERH

Dornbirns Mädchen haben endlich ein schönes Zuhause.

dornbirn „Girls only“ galt zwar am vergangenen Samstagabend nicht, trotzdem gehörte er ganz den Mädchen und Frauen. Mit prominenter Unterstützung von Landesrätin Martina Rüscher, Bürgermeisterin Andrea Kaufmann sowie Andrea Sandri, Vize-Obfrau des Vereins Vismut, wurde die offizielle Eröffnung des Mädchentreffs gefeiert. Pünktlich um 17 Uhr war alles fertig im Haus Bergmannstraße 1 gegenüber dem Kulturhauspark. In der „Maker-Ecke“ war der 3-D-Drucker installiert, und für die Premiere der hauseigenen Girlband standen die Instrumente bereit. Im Garten, wo sich die Gäste versammelt hatten, war kein Durchkommen mehr, und selbst die Lautsprecheranlage schien nicht alle Besucher zu erreichen.

„Wir treffen uns und verbringen Zeit miteinander. Gut gefallen hat mir auch das Bedrucken von Taschen. Eine Übernachtung im Mädchentreff war super!“

Magdalena, 13 jahre

Sehr viel Geduld war nötig gewesen, bis dieses Haus in passender Lage für den Mädchentreff gefunden wurde, das die Stadtchefin in ihren Grußworten als Glückstreffer bezeichnete. Landesrätin Rüscher zeigte sich sehr erfreut über die völlig überparteiliche und interkonfessionelle Einrichtung für alle Mädchen und jungen Frauen im Alter von zehn bis 25. Und Andrea Sandri schließlich sprach von der revolutionären Geduld, die Martin Hagen, Geschäftsführer der Offenen Jugendarbeit Dornbirn (Ojad) sowie Johanna Berktold, Kurt Nachbaur (beide Ojad) und Elmar Luger (Jugendkoordinator Stadt Dornbirn) während der langen Herbergssuche aufgebracht hatten. Die Ojad gab also nicht auf, genauso wenig wie das die Mitarbeiterin und Leiterin des Mädchentreffs, Katharina Kohler, tun wird. „Du hast zu große Ziele. Du kannst die Welt nicht verändern!“ Das habe man ihr einst mit auf den Weg gegeben. Ganz unbeirrt davon ist sie jedoch noch heute, und sie versprach vor versammeltem Publikum: „Aber genau das werden wir tun, nämlich auf die Bedürfnisse der Mädchen eingehen, ihnen Freiräume im geschützten und geschulten Rahmen für die persönliche Entwicklung bieten und Selbstvertrauen für ein mutiges Leben mit auf den Weg geben“, so die 29-Jährige. Die 13-jährige Johanna, die neben Yasemin Polat die Begrüßung moderierte, war gleich das beste Beispiel für ein Mädchen, das mit herkömmlichen Rollenbildern nichts am Hut und überhaupt keine Angst vor der Zukunft hat.

„Voll cool war ein Kräuter-Workshop im Mädchentreff. Wir haben einen Bodyspray gemacht. Und im Sommer waren wir mit dem Solarboot auf dem See.“

Romea, 14 Jahre

Die Feier startete mit einer grandiosen Feuershow. Danach genossen die Gäste bei feinen, selbst gemachten Häppchen das tolle Programm, das die Mädchen auf die Beine gestellt hatten. erh