Eishockey: Deutliche Abfuhr für Dornbirn

Sport / 24.11.2019 • 23:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Linzer Dan DaSilva und Rick Schofield machen Druck auf die Dornbirner Juha Järvenpää und Antti Kauppila. EHC/Draxler
Die Linzer Dan DaSilva und Rick Schofield machen Druck auf die Dornbirner Juha Järvenpää und Antti Kauppila. EHC/Draxler

Linz hatte mit dezimierten Bulldogs bei 6:0-Sieg keine Mühe.

Linz Nach dem 5:2-Erfolg im Westderby gegen den HC Innsbruck holte die Black Wings Linz die Bulldogs wieder zurück auf den Boden der Realität. Das Tabellenschlusslicht der Erste Bank Eishockeyliga kassierte in der Stahlstadt ein deutliches 0:6 und somit die höchste Niederlage unter Trainer Kai Suikkanen. „Der Gegner war besser, da gibt es nichts schönzureden. Jeder unserer Fehler wurde eiskalt ausgenutzt“, meinte Dornbirn-Verteidiger Ramon Schnetzer zur mittlerweile 16. Saisonpleite im 19. Spiel. Schnetzer wollte die zahlreichen Ausfälle vor dem Match nicht als Ausrede gelten lassen. „So etwas kann immer passieren. Wir sind alles Profis, da muss man mit einer solchen Situation umgehen können“. Weiter geht es für die Bulldogs am kommenden Freitag mit dem Heimspiel gegen ehemaligen Verein von Suikkanen, den HC Bozen.

Zu harmlos

Der letzte Erfolg in der Heimstätte der Black Wings gelang den Dornbirnern Anfang März. Der knappe 4:3-Erfolg in der Stahlstadt war aber die Ausnahme. Insgesamt gab es für die Bulldogs auf Linzer Eis in der gemeinsam EBEL-Geschichte nur vier Mal Punkte. Zwölf Mal fuhren die Messestädter mit leeren Händen zurück ins Ländle. Schon die Vorzeichen auf das 17. Duell auf oberösterreichischen Boden waren für die Bulldogs also wenig erbaulich. Neuzugang Keaton Ellerby hatten noch keine Freigabe und Jordan Subban saß nach seinem Faustkampf im Innsbruck-Spiel eine Sperre ab. Philipp Pöschmann, Max Egger sowie Kai Fässler fielen allesamt angeschlagen aus. Der Tabellenletzte lief deshalb nur mit drei Linien auf. Anfangs hielten Olivier Magnan und Kollegen die Partie noch offen. Das änderte sich, nachdem die Gastgeber in der achten und elften Minute durch Brian Lebler und Stefan Gaffal auf 2:0 stellen. Auch wenn die offizielle Torschussstatistik Dornbirn im ersten Drittel mit zwölf Versuchen vor den Stahlstädtern sah, wirklich Zwingendes war nicht dabei. Die Schüsse von Tomi Körkkö (17.) nach einer schönen Einzelaktion und Kapitän Magnan von der blauen Linie (19.) krallte sich Linz-Torhüter David Kickert.

Frühe Entscheidung

Der Mittelabschnitt verlief über weite Strecken einseitig. DEC-Keeper Juha Järvenpää verhinderte ein ums anderes einen Treffer, da seine Vorderleuten das Angriffsspiel der Black Wings phasenweise überforderte. Dennoch musste der Finne in diesem Drittel drei Mal hinter sich greifen. Raphael Wolf (25.), Dragan Umicevic (32.) und Rick Schofield (38.) machten nach 40 Minuten alles klar für die Oberösterreicher. Damit war für den letzten Abschnitt nur mehr Schadensbegrenzung angesagt. Die Heimischen die einen Gang zurückschalteten, fassten in der 43. beinahe den ersten Gegentreffer aus. Jannik Fröwis vergab aber nach einem idealen Zuspiel von Juha Tamminen den Ehrentreffer. Die kurze Dornbirner Drangperiode wurde aber jäh beendet. Justin Florek machte in der 48. Minute das halbe Dutzend zum 6:0-Endstand voll. ABR