Die Harder sind am Wort

Vorarlberg / 26.11.2019 • 18:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
So könnte der Seepark nach dem Durchstich aussehen. Das Strandbad wäre dann über eine Brücke erreichbar. Gemeinde
So könnte der Seepark nach dem Durchstich aussehen. Das Strandbad wäre dann über eine Brücke erreichbar. Gemeinde

VN-Stammtisch thematisiert den geplanten Umbau des Hafen­areals.

Hard Kommt der „Durchstich“ oder kommt er nicht? Diese Frage sollen am Sonntag die 10.106 Harder Stimmberechtigten bei einer Volksabstimmung beantworten. Die Fronten in der Gemeinde sind verhärtet. Beim VN-Stammtisch am Donnerstag im Kammgarn kommen alle Parteien noch einmal zu Wort.

Das Thema Hafen lässt die Wogen in der Bodenseegemeinde nicht erst seit gestern hochgehen. Rückblick: Im August 2016 verschickten die Harder Grünen eine Postwurfsendung, in der sie heftige Kritik an Plänen für einen neuen Hohentwiel-Hafen neben dem Seerestaurant übten. Am 10. Dezember 2017 folgte eine Volksabstimmung. Die Beteiligung lag bei 31,27 Prozent, 92,95 Prozent sprachen sich gegen Passagierschiffe im Binnenbecken aus. Im Jänner kamen dann Vertreter von vier internationalen Architekturbüros nach Hard, die gemeinsam mit einer Expertengruppe Zukunftsbilder entwickelten, auch Bürger konnten sich einbringen. Das Ergebnis des Prozesses ist das „Leitbilds zur Hafen- und Ufergestaltung 2030“, das im März dieses Jahres präsentiert wurde. Für Zündstoff ist auch diesmal gesorgt. Die Oppositionsparteien Grünes Hard, Harder Liste und SPÖ vermissen eine echte Bürgerbeteiligung und kritisieren, dass der geplante Durchstich zwischen dem heutigen Thaler Areal und dem Strandbadgebäude nur geschaffen werde, um die Museumsschiffe „Österreich“ und „Hohentwiel“ näher ans Zentrum zu  bringen. Bürgermeister Harald Köhlmeier (ÖVP) wiederspricht. „Eine ganz besondere Qualität des Durchstichs ist die Entflechtung der Nutzungen und die bessere Lenkung der vor allem im Sommer sehr hohen Besucherfrequenzen und des damit zusammenhängenden Verkehrsaufkommens“, sagt er. Durch die durchgehende Hafenfläche wäre es außerdem möglich, den Schiffsverkehr im Binnenbecken deutlich zu reduzieren.