Das Duell David gegen Goliath um die Ringer-Krone

Sport / 29.11.2019 • 23:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Nationalkaderringer Johannes Ludescher und der KSK Klaus haben im ersten Finalduell am Samstag Heimvorteil gegen Serienmeister Wals.RINGSPORTMAGAZIN

Ringerstaffel des KSK Klaus will in der Finalserie gegen Serienmeister Wals die Rangordnung stürzen.

Klaus Das Unmögliche möglich machen, heißt es für die Ringer des KSK Klaus im Final-Hinkampf der ersten Bundesliga am Samstag (19.30 Uhr) in der Sporthalle der Mittelschule Klaus. Mit Rekordmeister AC Wals (33 Titel) wartet auf der letzten Etappe zur neunten Bundesliga­krone (letztmals 2016) auf die Equipe aus der Winzergemeinde eine fast uneinnehmbare Festung.

Wenn wir Wals besiegen wollen,

muss alles perfekt laufen. 100 Prozent Leistung

reichen im Finale gegen Wals nicht aus.

Bernd Ritter, Sportchef KSK Klaus

Die letzte Niederlage der Salzburger auf nationaler Ebene gab es vor 1099 Tagen am 26. September 2016, als Klaus auf eigener Matte mit 36:23 die Oberhand behielt und nach der 25:31-Niederlage mit 61:54-Gesamtpunkten die nationale Krone holte. Es war nach dem Erfolgscoup des AC Hörbranz in der Saison 2005 erst das zweite Mal in diesem Jahrhundert, dass der Titel nicht an die 13.000-Einwohnergemeinde in Salzburg ging.

Zwölftes Finalduell der Hochburgen seit 2000

Zum ingesamt zwölften Mal seit Einführung der Finalserie 2000 kommt es zum Königsduell der beiden erfolgreichsten Ringerklubs Österreich um die nationale Krone und KSK-Sportchef Bernd Ritter zeigt sich trotz der klaren Außenseiterrolle kämpferisch: „Wenn wir Wals besiegen wollen, muss alles perfekt laufen. 100 Prozent Leistung reichen im Finale gegen Wals nicht aus. Um den Titelverteidiger in die Knie zu zwingen, muss jeder Ringer bei uns über sich hinauswachsen“, betont Ritter.

An den möglichen zehnten Titelgewinn denkt der KSK-Sportchef im Moment noch keine Sekunde. Vorerst gehört die volle Konzentration dem Heimkampf: „Wir sind bereit und motiviert bis unter die Haarspitzen für den jährlich wiederkehrenden Ansturm auf die Festung Wals. Doch jeder im Team ist sich über die Schwere der Aufgabe im Klaren. Um Wals zu schlagen, muss alles perfekt passen“, so Ritter; er verweist auf den Kader des Gegners. „Sie haben sowohl qualitativ als auch quantitativ wesentlich mehr Möglichkeiten als wir und sind wie eigentlich jedes Jahr der klare Titelfavorit. Erklärtes Ziel von uns ist ein Sieg im Heimkampf.“ Bedingt durch die Modusänderung treffen die beiden Hochburgen, die jeweils ihre Vorrundengruppen als Sieger beendeten, erstmals in dieser Saison aufeinander.

Im Duell um den Finaleinzug setzten sich Wals gegen den KSV Götzis mit 75:50 und Klaus gegen den RSC Inzing mit 57:54 durch.

Ringer-Bundesliga

Die bisherigen Duelle der Finalserie seit Einführung 2000
Saison 2018: AC Wals – KSK Klaus 77:41 (38:21/h und 39:20/a)

Saison 2017: AC Wals – KSK Klaus 91:19 (51:5/h und 40:14/a)

Saison 2016: KSK Klaus – AC Wals 61:54 (36:23/h und 25:31/a)

Saison 2015: AC Wals – KSV Götzis 82:31 (44:13/h und 38:18/a)

Saison 2014: AC Wals – KSK Klaus 67:43 (37:18/h und 30:25/a)

Saison 2013: AC Wals – KSK Klaus 79:40 ( 45:15/h und 34:25/a)
Saison 2012: AC Wals – KSV Götzis 68:31 ( 37:11/h und 31:20/a)
Saison 2011: AC Wals – KSV Götzis 53:45 ( 31:17/h und 22:28/a)
Saison 2010: AC Wals – KSV Götzis 70:32 ( 35:15/h und 35:17/a)
Saison 2009: AC Wals – KSV Götzis 60:35 (32:14/h und 28:21/a)
Saison 2008: AC Wals – KSK Klaus 83:24 ( 44: 8/h und 39:16/a)
Saison 2007: AC Wals – KSK Klaus 91:14 ( 52: 1/h und 39:19/a)
Saison 2006: AC Wals – KSK Klaus 24: 4 (12: 2/h und 12: 2/a)
Saison 2005: AC Hörbranz – AC Wals 37:36 ( 22:14/h und 15:22/a)
Saison 2004: AC Wals – KSK Klaus 38:36 ( 17:20/h und 21:16/a)
Saison 2003: AC Wals – KSV Götzis 45:32 (26:13/h und 19:19/a)
Saison 2002: AC Wals – KSK Klaus 48:30 ( 26:13/h und 22:17/a)
Saison 2001: AC Wals – KSV Götzis 44:31 ( 23:14/h und 21:17/a)
Saison 2000: AC Wals – KSK Klaus 45:33 ( 22:17/h und 23:16/a)