„…dass ich mit 34 Jahren noch mithalten kann.“

VN / 30.11.2019 • 19:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Michael Liendl ist mit 34 Jahren immer noch top in Form. Für den in Thüringen aufgewachsenen Mittelfeldspieler geht es am Sonntag gegen SCR Altach. Gepa
Michael Liendl ist mit 34 Jahren immer noch top in Form. Für den in Thüringen aufgewachsenen Mittelfeldspieler geht es am Sonntag gegen SCR Altach. Gepa

Michael Liendl gastiert mit dem Wolfsberger AC beim SCR Altach und gibt VN.at Einblicke in seine Europa-League-Reise mit den Käntnern.

Markus Krautberger

Schwarzach Der in Thüringen aufgewachsene Michael Liendl ist mit dem WAC in der Europa League zwar bereits ausgeschieden, hat aber international vor allem mit dem Sieg auswärts beim deutschen Spitzenreiter der Bundesliga Borussia Möcnchengladbach für viel Aufsehen gesorgt.

Herr Liendl, haben Sie das Ausscheiden aus dem Europacup schon verdaut?

Liendl: Die Enttäuschung ist schon noch da. Weil wir ja mit vier Punkten in die Europa League gestartet sind. Leider haben wir die zwei wichtigen Matches gegen Istanbul verloren. Da war eindeutig mehr drinnen für uns. Die Partie gegen Mönchengladbach zu verlieren, war unter dem Aspekt, mit einem Sieg noch Chancen auf ein Endspiel in Rom zu haben, auch sehr bitter. Aber wenn man mir im Sommer gesagt hätte, dass wir mit dem WAC vier Punkte in der Europa League holen, hätte ich ihn wohl für verrückt gehalten. So gesehen sind wir schon auch zufrieden mit dem Abschneiden. Aber es hätte noch mehr sein können.

Was bleibt Ihnen persönlich in Errinnerung nach den tollen Auftritten in der Europa League?

Liendl: Als erstes: Dass ich mit meinen 34 Jahren immer noch international mithalten kann (lacht). Und mein Tor gegen den AS Rom werde ich wohl mein Leben lang nicht vergessen. Dazu natürlich das Spiel in Mönchengladbach. Es war einfach eine tolle Reise mit dem WAC durch Europa. Und ich durfte Teil davon sein. Da es schön war, habe ich mir gleich wieder ein neues Ziel gesetzt: nächste Saison wieder in der Europa League dabei zu sein – und dann aber den Aufstieg in die K.o.-Phase schaffen.

Wichtig für die Fans des SCR Altach: Wieviel Benzin ist noch im Tank für das Spiel gegen die Rheindörfler?

Es geht da gar nicht um die Kraft, es geht viel mehr um die Einstellung im Kopf. Und die haben wir mit Sicherheit. Denn wir haben in der Vergangenheit schon immer die Situationen richtig eingeschätzt. Und die Liga ist unser tägliches Brot. Bei uns gibt es kein Jammern. Zudem haben wir gegen Gladbach ein tolles Spiel abgeliefert, auch wenn wir verloren haben, kommen nicht geknickt nach Vorarlberg.