Altach wies Wolfsrudel in die Schranken

Sport / 01.12.2019 • 16:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mergim Berisha (links) und Sidney Sam beim Torjubel. gepa
Mergim Berisha (links) und Sidney Sam beim Torjubel. gepa

Dank einer kämpferisch starken Leistung feierte der Cashpoint SCR Altach einen 2:1-Heimerfolg über den Tabellendritten Wolfsberger AC.

Altach Etwas überraschend fehlte Manfred Fischer, dessen Knöchelverletzung keinen Einsatz zuließ. Nichtsdestotrotz überraschte Altach mit einem klugen Pressing gegen die Europacupfighter aus Wolfsberg. So ergaben sich schnell die nötigen Räume, um auch für Gäste-Keeper Alexander Kofler gefährlich zu werden, weil man offensiv den Ball direkt laufen ließ und die Gäste ob des Mutes der Vorarlberger doch einigermaßen konsterniert wirkten. Das Resultat war eine frühe Führung nach einem herrlichen Spielzug. Mergim Berisha knallte das Leder aus halblinker Distanz ins kurze Eck hinauf, nachdem der Ball zuvor über Oum Gouet, Schreiner und Tartarotti durch die WAC-Abwehr lief (8.).

tipico Bundesliga 2019/20

16. Spieltag

Cashpoint SCR Altach – Wolfsberger AC 2:1 (2:0)

Cashpoint Arena, 3148 Zuschauer, Ciochirca (ST)

Torfolge: 8. 1:0 Mergim Berisha, 21. 2:0 Mergim Berisha, 59. 2:1 Weisman

Gelbe Karten: 7. Schmid (WAC), 50. Tartarotti, 69. Mergim Berisha, 74. Schmiedl, 80./+ 2 Schreiner (alle SCRA/alle Foulspiel)

Cashpoint SCR Altach (4-4-2): Kobras; Thurnwald (46. Puschl), Anderson (43. Schmiedl), Zwischenbrugger, Karic; Sam (85. Gschweidl), Oum Gouet, Tartarotti, Schreiner; Gebauer, Mergim Berisha

Wolfsberger AC (4-4-2): Kofler; Novak, Sollbauer, Rnic, Schmitz; Schmid (53. Wernitznig), Mario Leitgeb, Liendl, Ritzmaier; Weissman, Niangbo (77. Schmerböck)

Altach blieb am Drücker, auch wenn sich die Kärntner in der Folge etwas freispielten. Doch die Defensive der Hausherren hielt nicht nur den ersten Angriffen stand, vielmehr wurde man selbst aktiv und belohnte sich mit einem herrlichen Treffer. Wieder hieß der Torschütze Mergim Berisha. Der deutsche U-21-Teamspieler übernahm einen Traumpass von Sidney Sam und schloss herrlich ab (21.). Nur zwei Minuten später hätte Christian Gebauer schon frühzeitig alles klar machen können, doch er setzte den Ball allein vor Kofler an den Pfosten (23.). Berisha hatte mit einem Lochpass die Chance erst ermöglicht. Dass auch SCRA-Keeper Martin Kobras nicht beschäftigungslos blieb, war danach den vermehrten Offensivbemühungen der Gäste geschuldet. So rettete Kobras nach einem schnellen Konter über Michael Liendl gegen Anderson Niangbo ebenso (24.) wie danach gegen Shon Zalman Weissman (25.) und gegen Michael Novak (43.). Ein Fasteigentor von Lukas Schmitz (38.) und der verletzungsbedinge Ausfall von Anderson (41.) rundeten eine ereignisreiche erste Spielhälfte ab.

Offenes Spiel und viel Spannung

Auch die zweite Halbzeit begann mit Altacher Überlegenheit – und erneut war der Pfosten Spielverderber. Sam war es, der kurz das Tempo erhöhte und den Ball an die Torumrandung knallte (49.). Zuvor hatte WAC-Schlussmann Kofler mit einer starken Reaktion gegen einen Drehschuss des 31-jährigen Deutschen einen weiteren Gegentreffer verhindert (47.). Das zehrte an den Kräften, sowohl körperlich als auch geistig. Gleichzeitig fanden die Gäste besser ins Spiel. Gerade einmal zwei Minuten reichten dann auch aus, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Weissman war per Kopf zur Stelle, als ein Schuss von Marcel Ritzmaier von der Querlatte abprallte (59.). Wenige Sekunden zuvor hatten die Altacher noch Glück, als Niangbo nach einem Flankenball von Schmitz per Kopf nur den Pfosten traf.

Die Partie war nun offen, beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Die Zweikämpfe wurde verbissener, auch weil die Gastgeber die knappe Führung mit allen Mitteln verteidigten. Die wenigen Konter wurden schließlich nicht sauber fertiggespielt, sodass die Spannung aufrecht blieb. Doch dieses Mal rettete Goalie Martin Kobras den Sieg, weil er in der 95. Minute in extremis gegen Weissman rettete.