Eishockey: Gipfeltreffen der Unzufriedenen

Sport / 02.12.2019 • 22:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Juhani Tamminen brachte vor einem Monat bei der 2:3-Heimniederlage gegen Graz die Bulldogs mit zwei Treffern in Führung. GEPA
Juhani Tamminen brachte vor einem Monat bei der 2:3-Heimniederlage gegen Graz die Bulldogs mit zwei Treffern in Führung. GEPA

Dornbirn kreuzt mit dem EC Graz die Schläger.

Dornbirn Gipfeltreffen der Unzufriedenen in der Erste Bank Eishockeyliga. Sowohl für den Dornbirner EC als auch für die Graz99ers gestalteten sich die letzten Auftritte ernüchternd. Die Bulldogs waren beim 0:4 in Klagenfurt chancenlos, die auf Platz neun zurückgefallenen Steirer sahen sich trotz einer guten Vorstellung gegen Salzburg und einem 3:4 ebenfalls ohne Punkte.
Einen Schritt zurück gehen, um dann zwei nach vorne zu machen. Dornbirns Trainer Kai Suikkanen wusste schon bei seinem Arbeitsantritt zu Novemberbeginn, dass sich beim EBEL-Schlusslicht Erfolge weiterhin mit Fehltritten abwechseln werden. Was muss sich bei Dornbirn ändern, um sich öfters in positive Gefilde zu bewegen? Emilio Romig legt den Finger in die Wunde: „Wir müssen uns gegenseitig überall auf dem Eis besser unterstützen und nicht die Verantwortung auf den Nächsten weiterschieben. Sonst wird es eine Zwickmühle, irgendwann läuft es schief, irgendwann kommt ein schlechter Pass heraus. Und dann sitzen wir wieder hinten drinnen.“ Gegen Graz fordert der Wiener im Bulldogs-Dress „Arbeitsbereitschaft“ ein. „Das wird keine einfache Begegnung.“ Ob Evan Trupp, der in Klagenfurt vorzeitig vom Eis musste, wieder zur Verfügung steht, ist mehr als unsicher. Graz liegt in der Tabelle 17 Zähler vor Dornbirn, blickt aber auf eine längere Sieg-Durststrecke als Dornbirn zurück: Die Steirer konnten in den vergangenen fünf Partien keinen Sieg mehr verbuchen.

Punkte zurückholen

Die 99ers reisen mit einer 3:4-Heimniederlage gegen Salzburg nach Vorarlberg an. Trotz spielerischer Überlegenheit und einem Torschussverhältnis von 42:25 gab es gegen den Tabellenführer nichts zu erben – und darum möchte die Mannschaft von Trainer Doug Mason die verlorenen Punkte aus Dornbirn mitnehmen. „Wir arbeiten hart an uns, müssen wieder viel eislaufen und wie gegen Salzburg die Schüsse auf das Tor bringen“, meint der schwedische Stürmer Sebastian Collberg. Fehlen werden Standardgoalie Cristopher Nihlstorp, Dominik Grafenthin, Travor Hamilton und Julian Pauschenwein, der Einsatz von Matt Garbowsky ist fraglich.