Dritter Sieg in Folge beschert Altach eine ruhige Winterpause

Sport / 14.12.2019 • 19:45 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Der Jubel war groß, als Philipp Schmiedl (Zweiter von links)  per Kopf das 1:0 erzielte. gepa
Der Jubel war groß, als Philipp Schmiedl (Zweiter von links) per Kopf das 1:0 erzielte. gepa

Zwei Treffer der beiden Innenverteidiger Zwischenbrugger und Schmiedl sowie ein Tor von Tartarotti bescherten Cashpoint SCR Altach zum Jahresabschluss einen 3:0-Sieg in St. Pölten.

St. Pölten Mit dem letzten Aufgebot den letzten Spieltag absolviert – und das noch äußerst erfolgreich. Auch ohne mehrere Stammspieler siegten die Altacher verdient mit 3:0. Neben den Langzeitverletzten musste zudem noch Mergim Berisha passen. Manuel Thurnwald (21) rückte deshalb ins Mittelfeld, wo er mit Geburtstagskind Samuel Oum Gouet (22) und Lars Nussbaumer (18) ein junges Defensiv-Trio bildete. Dieses war denn auch gefordert, denn die Hausherren bestimmten von Beginn an das Tempo. Altach war vor allem in der ersten halben Stunde zumeist im Rückwärtsgang, ohne allzu viele brenzlige Situationen überstehen zu müssen. Gefahr drohte vor allem bei hohen Bällen auf den Nordkoreaner Kwang-Ryong Pak. Doch Philipp Schmiedl entledigte sich der Aufgabe mit Bravour. Dafür passierte Matthias Puschl ein Unglück. Beim Versuch, den Ball wegzuschlagen, haute er in den Boden und musste ausgewechselt werden. Florian Jamnig kam für Puschl ins Spiel und übernahm die Rolle von Thurnwald, der dafür auf die rechte Verteidigerposition zurückrückte.

Offensiv versuchte Sam im Zusammenspiel mit Johannes Tartarotti und der einzigen Sturmspitze Christian Gebauer Akzente zu setzen. Doch es sollte beim Versuch bleiben, denn bis auf einen Freistoßball von Sam gab es keinen Abschluss. Dafür hatte man Glück, als nach 36 Minuten zwei Torschüsse der Niederösterreicher im letzten Moment noch geblockt wurden.

Schmiedl mit Köpfchen

Mit Beginn der zweiten Halbzeit schien sich das Bild am Feld kaum zu ändern. St. Pölten war Herr im eigenen Haus und Altach hatte Sekunden nach dem Seitenwechsel Glück, als Pak aus kurzer Distanz über das Tor schoss (47.). Eine Minute später die erste Chance der Vorarlberger, als erst Johannes Tartarotti allein vor Torhüter Christoph Riegler scheiterte und dann Emanuel Schreiner den Abpraller nicht zu verwerten wusste. Plötzlich waren sie da, die Altacher. Schon in Minute 50 die nächste Möglichkeit, als Jamnig nach einem konsequenten Abwehrball von Schmiedl allein vor Riegler über das Tor schoss. Altach war nun im Spiel, auch dank der vorgenommenen Umstellungen (4-3-3). Jamnig und Sam rückten weiter nach vor, dafür agierte Tartarotti von weiter hinten. Und nach 53 Minuten sollte das veränderte Spielverhalten von Erfolg gekrönt sein. Denn Schmiedl war zur Stelle, als ein Flankenball von Sam genau in die Schnittstelle kam.

tipico Bundesliga

18. Spieltag

SKN St. Pölten – Cashpoint SCR Altach 0:3 (0:0)

NV Arena, 2232 Zuschauer, SR Josef Spurny (W)

Torfolge: 53. 0:1 Schmiedl (Kopfball), 79. 0:2 Zwischenbrugger, 83. 0:3 Tartarotti

Gelbe Karten: 37. Drescher (St. Pölten) , 44. Sam, 57. Zwischenbrugger, 67. Thurnwald, 70. Schreiner, 90. Daniel Nussbaumer (alle Altach/alle Foulspiel)

SKN St. Pölten (3-5-2): Riegler; Meisl, Drescher, Muhamedbegovic; Ingolitsch, Schütz (77. Ouedraogo), Daniel Luxbacher, Ambichl (60. Gartler), Robert Ljubicic (67. Haas); Balic, Pak

Cashpoint SCR Altach (4-3-2-1): Kobras; Puschl (32. Jamnig), Schmiedl, Zwischenbrugger, Schreiner; Thurnwald, Oum Gouet, Lars Nussbaumer; Sam (86. Daniel Nussbaumer), Tartarotti (84. Maak); Gebauer

Nach einer Stunde reagierte auch St. Pöltens Trainer Alexander Schmidt und brachte mit Rene Gartler einen dritten Stürmer. Die besseren Möglichkeiten aber waren auf Seiten der Altacher. So scheiterte Christian Gebauer nach einem schnell vorgetragenen Konter im Abschluss am gut reagierenden Goalie Riegler (63.). Bei en Hausherren war es der eingewechselte Manuel Haas, der nach einem kurzen Antritt im Strafraum, den Ball knapp verzog (71.).

In der Schlussphase agierten beide Mannschaften mit offenem Visier. Während Altach die Entscheidung suchte, drängte St. Pölten auf den Ausgleich. Tartarotti hatte in der 78. Minute das 2:0 auf dem Fuß, doch Riegler tauchte in die Ecke und wehrte zur Ecke ab. Aus dieser entstand dann aber doch der zweite SCRA-Treffer, Marke Traumtor. Jan Zwischenbrugger nahm nach einem kurz abgespielten Eckball die Flanke von Tartarotti aus ca. elf Metern direkt und jagte das Leder ins Netz (79.). Damit war die Partie gelaufen und der dritte Sieg in Folge vor der Winterpause unter Dach und Fach. Den Schlusspunkt unter das Jahr 2020 setzte Tartarotti mit seinem Treffer zum 3:0-Endstand (84.).