Fridrikas und SSV Schoren gehen getrennte Wege

Sport / 19.12.2019 • 10:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im Heimspiel am Samstag (19 Uhr) gegen Ferlach/Feldkirchen wird Ausra Fridrikas letzmals den SSV Dornbirn-Schoren coachen. VN/Stiplovsek

Cotrainer Emanuel Ditzer übernimmt vorläufig das Traineramt.

Dornbirn Nach knapp zweijähriger Zusammenarbeit wird Ausra Fridrikas (52) letztmals die Handballerinnen des SSV Dornbirn-Schoren betreuen. Aufgrund von unterschiedlichen Ansichten bezüglich der zukünftigen sportlichen Ausrichtung des Vereins wurde gemeinsam beschlossen, die Zusammenarbeit mit Ende des Kalenderjahrs 2019 zu beenden. „Wir danken Ausra für den Einsatz und die erfolgreiche Zeit bei uns im Verein. Wir wünschen ihr alles Gute und freuen uns, sie schon bald an einer anderen Stelle wieder auf der großen internationalen Handballbühne zutreffen. Bis wir eine neue Cheftrainer oder Cheftrainer gefunden haben, wird der bisherige Co- und Unter-18-Trainer Emanuel Ditzer (43) die Betreuung übernehmen“, erklärt SSV-Sportdirektor Günter Marksteiner. „In den zwei Jahren enger Zusammenarbeit ist Ausra eine gute Freundin für mich geworden. Zuerst werden wir das Heimspiel gegen Ferlach/Feldkirchen am Samstag (19 Uhr) gemeinsam meistern, bevor sich die sportlichen Wege trennen. Ich freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen mit ihr.“

Erfolge am Fließband

Ausra Fridrikas ist in Litauen geboren und aufgewachsen und hat im Alter von 14 Jahren mit dem Handballspielen begonnen. Sie lief 165 Mal für das Team der UdSSR auf, später 86 Mal für Litauen. Im Juni 1995 nahm sie die österreichische Staatsbürgerschaft an und war 133 Mal für das ÖHB-Frauenteam im Einsatz. U. a. trug Fridrikas 1996 bei der EM in Dänemark und drei Jahre später bei der WM in Norwegen maßgeblich zum Gewinn der Bronzemedaille bei. 1999 wurde sie als Welthandballerin des Jahres ausgezeichnet, bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney wurde Fridrikas mit Österreich Fünfte und 2007 hat sie ihre erfolgreiche aktive Karriere beendet. „Schweren Herzens werde ich mich mit Jahresende von euch allen verabschieden. Es war eine sehr schöne Zeit. Mir ist und war es ein großes Anliegen, dass die Mädchen sportlich und persönlich eine Weiterentwicklung machen. Ich denke das ist gut gelungen. Ich trete nun von meinem Traineramt zurück, behalte aber die Freunde, die ich hier in Dornbirn gefunden habe in bester Erinnerung und werde diese Zeit nie vergessen und möchte mich natürlich mit einem Sieg verabschieden“, betonte Fridrikas vor ihrem letzten Auftritt als Cheftrainerin beim Schulssportverein.

In der Ära-Fridrikas seit Jänner 2018 gab es in 65 Ligaspiele für den SSV Schoren 29 Siege, vier Remis und 32 Niederlagen. Im Endklassement 2017/18 wurde man Fünfter, ein Jahr später landete man einen Rang dahinter und in der aktuellen Spielperiode hält der SSV Schoren auf dem achten Zwischenrang.