Kräftiges Lebenszeichen

Sport / 29.12.2019 • 22:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Fast schien es, als hätten die Bulldogs das Jubeln verlernt. Gegen Meister Salzburg war es doppelt schön.<span class="copyright">gepa</span>
Fast schien es, als hätten die Bulldogs das Jubeln verlernt. Gegen Meister Salzburg war es doppelt schön.gepa

Nach sieben Pleiten holten Bulldogs gegen Leader Salzburg einen 4:3-Erfolg nach Verlängerung.

Dornbirn „Wir sind keine Loser-Truppe“, appellierte DEC-Defender Jordan Subban am Freitag-vormittag an seine Teamkollegen. Nach der Innsbruck-Pleite kam es in der Kabine zur klärendenden Aussprache, die offenbar die Wirkung nicht verfehlte. „Gegen Innsbruck haben wir das schlechteste Spiel der Saison abgeliefert, 48 Stunden später zeigten wir eine der besten Leistungen“, fasste Dornbirn-Kapitän Olivier Magnan das Geschehene zusammen und ergänzte, „wir haben dieses Mal ein Match zu Ende gespielt.“

Moral bewiesen

Was so einfach klingt, war beim 4:3 Erfolg nach Verlängerung gegen die Mozartstädter Schwerstarbeit. Dreimal mussten die Messestädter den Ausgleich hinnehmen, das 3:3 fiel erst 43 Sekunden vor dem Spielende durch Raphael Herburger. Doch den Bulldogs rutschte das Herz nicht in die Hose. Nach sechs Sekunden in der Overtime lenkte William Rapuzzi ein Zuspiel von Mathias Bau Hansen zum fünften Saisonsieg in die Maschen. „Wir haben das ganze Spiel um die Punkte gekämpft. Unsere Verteidigungsleistung hat den Grundstein dafür gelegt“, meinte DEC-Trainer Kai Suikkanen. Damit schaffte es das Schlusslicht bereits zum zweiten Mal in dieser Saison, den Tabellenführer und großen Meisterschaftsfavoriten als Verlierer vom Eis zu schicken. Gleiches gelang bis jetzt nur den Teams aus Klagenfurt und Fehervar.
Die vierte Linie mit Philipp Pöschmann, Sam Antonitsch und Max Egger sorgte für den ersten Torjubel in der mit über 3000 Fans gut besuchten Messeeishalle. Nachdem Pöschmann an RBS-Goalie Lukas Herzog noch scheiterte, nutzte Antonitsch (27.) den Rebound für seinen ersten EBEL-Treffer im Bulldogs-Dress. „Das war eine große Erleichterung, da unsere Linie in Innsbruck nicht unbedingt eine gute Figur machte“, so der 22-jährige Pöschmann. Drei Minuten später glichen die Gäste im Powerplay glücklich aus. Unmittelbar vor dem Treffer verlor DEC-Keeper Juha Järvenpää seinen Stock. Die Reaktion der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten, in der 33. Minute brachte Juhani Tamminen sein Team erneut in Führung.

„Dieser Sieg ist nur dann etwas wert, wenn wir eine ähnliche Leistung wieder zeigen.“

Philipp Pöschmann, Stürmer Dornbirner EC


Im Schlussdrittel drückte der Leader auf das 2:2, das dann in der 49. Minute auch gelang. Doch erneut zeigte Dornbirn Moral. Im vierten DEC-Überzahlspiel an diesem Abend reagierte Kapitän Magnan am schnellsten und brachte einen Abpraller im Tor unter (54.). Kurz danach vergab Stefan Häußle nach einem Solo die vorzeitige Entscheidung. So retteten sich die Mozartstädter dann doch noch mit einen Last-Minute-Treffer in die Overtime.


„Dieser Sieg ist nur dann was wert, wenn wir eine ähnliche Leistung wieder zeigen“, dachte Stürmer Philipp Pöschmann bereits an die nächste Aufgabe. Die wartet heute mit dem Heimspiel gegen Bozen. „Das ist ein Muss-Sieg für uns, wenn wir um den direkten Play-off-Einzug mitsprechen wollen“, kündigte Bozen-Stürmer Stefano Giliati an. Das Match beginnt um 19.15 Uhr.