Eishockey: Dornbirn ging am Ende die Luft aus

Sport / 03.01.2020 • 23:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Juha Järvenpää kann gegen Florian Baltram klären, Dornbirns Goalie war allein im Schlussdrittel mit 24 Schüssen beschäftigt. gepa
Juha Järvenpää kann gegen Florian Baltram klären, Dornbirns Goalie war allein im Schlussdrittel mit 24 Schüssen beschäftigt. gepa

Die Bulldogs kassierten gegen Salzburg eine 1:7-Niederlage.

Salzburg Das Spiel gegen den Tabellenführer wurde erst im Schlussdrittel zur klaren Angelegenheit. Vier der sieben Gegentreffer bei der 1:7-Niederlage fingen sich die Bulldogs in den letzten 20 Minuten ein. „Nach dem Doppelschlag am Ende des zweiten Drittels ist bei uns der Faden gerissen“, meine Jannik Fröwis zum vierten Saisonduell mit Salzburg. Die Bullen stehen damit seit 31 Spielen an der Tabellenspitze. Ein Grund für die Pleite war wohl auch die dünne Personaldecke. Neben dem mehrwöchigen verletzungsbedingten Ausfall von William Rapuzzi mussten die Gäste im vierten Saisonduell auch auf den angeschlagenen Robin Gartner verzichten. Damit standen für den DEC lediglich acht Legionäre am Eis, einer weniger als bei den Gastgebern.

Gut mitgehalten

37 Minuten lang merkten die knapp 3000 Zuseher aber nicht allzu viel vom Dornbirner Personalmangel. Im ersten Drittel überstanden Oliver Magnan und Kollegen drei Unterzahlspiele schadlos und hatten sogar noch selbst einige Chancen zur Führung. Die beste erarbeitete sich Stefan Häußle, der an die Seite von Mathias Bau Hansen und Emilio Romig stürmte. In der 12. Minute fing er in Unterzahl einen gegnerischen Pass ab und enteilte den Gastgebern. Sein Schuss war zu platziert, um Salzburg-Goalie Lukas Herzog in Bedrängnis zu bringen. Wenn es für den DEC gefährlich wurde, dann war im Startdrittel Torhüter Juha Järvenpää stets zur Stelle.
Chancenlos war der Finne jedoch beim Abschluss von Mario Huber in der 21. Minute. Die Mozartstädter nützten nun ihr Powerplay zur Führung. Zwei Minuten später drehten aber auch die Messestädter erstmals jubelnd ab. Tommi Körköö, der schon zuletzt gegen Innsbruck getroffen hatte, stellte nach Vorarbeit von Jordan Subban auf 1:1. Es folgte die beste Phase der Dornbirner, die sich nun deutlich mehr zutrauten als noch im ersten Spielabschnitt. In der 30. Minute zirkelte Bau Hansen die Scheibe von links auf den rechts mitlaufenden Subban, der aber knapp vergab. Drei Minuten vor der Pause war der Widerstand der Bulldogs gebrochen. Brent Regner brachte die Scheibe nach einem Getümmel vor Järvenpää im DEC-Gehäuse unter. Der Treffer wurdevon den Referees erst nach einer Überprüfung mittels Videobeweis gegeben. Eine Führung, die beim Favoriten neue Kräfte freisetzte. Noch vor der Pause erhöhte Chad Kolarik auf 1:3. Der Kanadier war es auch, der in der 42. Minuten im Powerplay erneut traf. Das Tabellenschlusslicht versuchte bis zum Spielende noch schlimmeres zu verhindern, musste aber noch drei weitere Gegentreffer durch Samuel Witting (49./55.) und Dominique Heinrich (55.) hinnehmen.

Bozen muss gewinnen

Für Dornbirn geht es am 6. Jänner nach Bozen. Die Südtiroler liefern sich als Sechste ein enges Rennen um die direkte Playoff-Teilnahme. Eine weitere Niederlage gegen die Bulldogs würde diese Bemühungen wohl stark einbremsen. Das Spiel beginnt um 18 Uhr. ABR