Eishockey: Dornbirn punktet in Bozen

Sport / 06.01.2020 • 23:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Dornbirn-Stürmer Emilio Romig (r.) und Juhani Tamminen machen Druck auf das Bozner Tor von Leland Irving. Antonello Vanna

Bulldogs entschieden Spiel gegen die Südtiroler im Penaltyschießen mit 3:2.

Bozen 45 Torschüsse erfasste die Liga-Statistik für Bozen, Dornbirn brachte es auf 20 Versuche. Trotzdem endete das 34. Ligaspiel für die Bulldogs mit einem 3:2-Auswärtssieg nach Penaltyschießen. „Bozen hatte mehr vom Spiel, aber wir haben in der Verteidigung überzeugt. Außerdem hat unser Goalie starke Paraden gezeigt“, meinte DEC-Trainer Kai Suikkanen. Mit dem dritten Auswärtssieg in dieser Saison tankten die Messestädter Selbstvertrauen. Am Mittwoch und am Freitag warten mit Wien und Klagenfurt zwei schwere Heimspiele.

Subban mit Doppelpack

Mit dem Minimalergebnis von 1:0 nach Verlängerungen gewannen die Bulldogs Ende Dezember 2018 zuletzt in der Heimstätte der Südtiroler. Damals war DEC-Coach Suikkanen noch auf der Gegenseite im Einsatz. Nach seiner Entlassung im März 2019 kehrte der Finne mit dem Tabellenschlusslicht erstmals zurück an seine alte Wirkungsstätte. Nachdem die Bulldogs erneut nicht auf den angeschlagenen Robin Gartner zurückgreifen konnten, standen Suikkanen nur fünf Verteidiger zur Verfügung. Entsprechend verhalten starteten die Gäste ins Spiel, bei dem für die Hausherren einiges auf dem Spiel stand. Sieben Runden vor dem Ende des Grunddurchgangs wollte der Tabellensechste den nächsten Schritt in Richtung direkte Play-off-Teilnahme machen. Ein Pflichtsieg gegen die Messestädter war eingeplant.
Rund 3900 Füchse-Fans in der Eiswelle waren deshalb wohl überrascht, als die Bulldogs mit ihrer zweiten Chance in Führung gingen. In der achten Minute reagierte Jordan Subban nach einem gegnerischen Fehlpass am schnellsten. Der Verteidiger kam im Angriffsdrittel frei zum Schuss und brachte Dornbirn in der achten Minute in Führung. In der 13. Minute lag der Puck dann im Tor der Bulldogs. Doch der Treffer zählte nicht, da die Schiedsrichter schon vor dem Schuss von Angelo Micelli abgepfiffen hatten. Bozen tat sich im Startdrittel sehr schwer gegen gut postierte Messestädter, die in der 17. Minute eine Riesenchance vergaben. Tommi Körrkö scheiterte nach einem Alleingang an Goalie Leland Irving.
Im zweiten Drittel kündigte sich früh an, dass die Hausherren einen Gang zulegen wollten. 43 Sekunden nach Wiederbeginn verhinderte der Pfosten bei einem Schuss von Patrick Wiercioch den Ausgleich. Die Südtiroler wurden von Minute zu Minute stärker, trotzdem jubelte erneut das Auswärtsteam. Wieder verloren die Südtiroler in der eigenen Zone die Scheibe. Juhani Tamminen nützte dies für ein ideales Zuspiel auf Subban und der Kanadier traf zum 2:0 (30.). Die Antwort der Füchse ließ lediglich 30 Sekunden auf sich warten. Domenico Alberga gelang der Anschlusstreffer.

Järvenpää im Mittelpunkt

Es folgte die bis dahin stärkste Phase der Hausherren. DEC-Torhüter Juha Järvenpää rettete ein ums andere Mal, kam beim Abschluss von Anton Bernard in der 37. Minute aber zu spät. Ein Zuspiel von hinter dem Tor in den Slot verwertete der Südtiroler problemlos. Im Schlussabschnitt hieß es immer wieder Järvenpää, der sein Team mit seinen Paraden weiter im Spiel hielt. Insgesamt machte der Finne in den letzten 20 Minuten 16 gegnerische Torschüsse zunichte. Seine Vorderleute brachten es auf einen Versuch, trotzdem reichte es für die Verlängerung. Dort überstanden die Bulldogs zuerst eine 90-sekündige Unterzahl. Mit dem Ende der Overtime fiel dann der vermeintliche Südtiroler-Siegestreffer, jedoch zu spät, wie die Unparteiischen feststellten. So entschied das Penaltyschießen, in dem Kevin Macieryznski als elfter Schütze für die Entscheidung sorgte. abr