Respekt verschafft

Sport / 08.01.2020 • 08:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Endstation Juha Järvenpää. Der Dornbirn-Torhüter, auf dem Bild stoppt er Wien-Stürmer David Aislin, agierte beim 3:2-Sieg nach Penaltys gegen Bozen in Hochform. gepa

Der Dornbirner EC möchte in der Eishockeyliga Heimsieg vier einfahren, die Vienna Capitals sind beeindruckt.

Dornbirn Vier Erfolge in den letzten fünf Runden, drei Heimsiege am Stück. „Jetzt wollen wir den Vierten versuchen“, möchte Stürmer Sam Antonitsch mit dem Dornbirner EC auch im Heimspiel heute gegen die Vienna Capitals auf dieser Welle weiterschwimmen. „Wien hat zwar einen Superlauf, spielt sehr stark. Aber wir haben zu Hause zuletzt drei Mal gewonnen.“ In einer Tabelle der letzten fünf Spiele steht die Mannschaft von Kai Suikkanen mit zehn Punkten hinter Salzburg (12) und den Wienern (11) auf Rang drei.

Ein Prüfstein

Mit der Serie hat man sich Respekt verschafft, sie beeindruckt auch die Caps. „Dornbirn wird ebenso wie zwei Tage später Salzburg ein harter Prüfstein, den es aus dem Weg zu räumen gilt“, sagt Wien-Trainer Dave Cameron. „Das wird aber nur funktionieren, wenn wir vom Start weg bereit sind und unser Spiel 60 Minuten lang durchziehen. Treten wir zuletzt so wie gegen Znojmo auf, dann werden wir mit leeren Taschen nach Wien zurückkehren.“ Die Favoritenrolle gehört auf jedem Fall dem Tabellenzweiten. Die Capitals haben gegen Dornbirn in dieser Saison drei Siege in ebenso vielen Begegnungen zu Buche stehen, das Torverhältnis lautet 12:4. Die Wiener sind das zweitbeste Auswärtsteam der Erste Bank Liga. Zuletzt setzte es aber auswärts in Linz (2:3) einen Dämpfer, davor gewann man fünf Spiele in Serie mit einem Torverhältnis von 21:3. Als erster Verfolger von Salzburg sind die Chancen auf Rang eins nach dem Grunddurchgang intakt. Und der wäre gleichbedeutend mit der Qualifikation für die Champions Hockey League. Die beiden Kontrahenten stehen sich im 34. Duell gegenüber, 22 Spiele gewannen die Wiener.
Vier Spiele in dieser Woche, zehn in 20 Tagen, da reduziert auch Suikkanen bei den Bulldogs das Trainingsprogramm. „Zu den vielen Spiele kommen auch einige Reisen.“ Darum stand gestern eine freiwillige Einheit auf dem Programm. „In Bozen haben wir einen großen Kampf geliefert“, blickt der finnische Ausbilder zufrieden auf den 3:2-Erfolg nach Penaltys an seiner ehemaligen Wirkungsstätte zurück. Wir überhaupt Suikkanen mit keinem der letzen fünf Spiele unzufrieden war: „Wir haben einige Zeit lang auch in Salzburg (1:7) gut agiert. Aus dieser Niederlage müssen wir aber die Lehren ziehen.“
Dornbirn könnte sich mit einem weiteren Punktezuwachs in der Tabelle an den HC Innsbruck heranarbeiten. Platz zehn am Ende des Grunddurchgangs würde mit einem Bonuspunkt belohnt werden. Zur Erinnerung: Die Mannschaften auf den Plätzen sechs bis elf kämpfen in der Qualifikationsrunde um drei Playoff-Tickets. Die Vergabe der Bonuspunkte erfolgt in absteigender Reihenfolge mit 8-6-4-2-1-0.