Premiere auf prominenter Bühne

Sport / 17.01.2020 • 23:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Olga Mikutina verdiente sich die Teilnahme an der Europameisterschaft in Graz mit einem eindrucksvollen Auftritt bei der Staatsmeisterschaft.gepa
Olga Mikutina verdiente sich die Teilnahme an der Europameisterschaft in Graz mit einem eindrucksvollen Auftritt bei der Staatsmeisterschaft.gepa

Olga Mikutina vertritt Österreich bei der Eiskunstlauf-EM.

Feldkirch „Ein gutes Programm ablieferen, wenig Fehler machen.“ Mit diesem Ziel geht Eiskunstläuferin Olga Mikutina die erste große Herausforderung ihrer noch jungen Karriere an. Die 16-Jährige Feldkircherin, im ukrainischen Charkow geboren, möchte bei der Eiskunstlauf-Europameisterschaft nächste Woche in Graz an die Ergebnisse, die sie in diesem Jahr bereits abgeliefert hat, anschließen. Das waren immerhin der Staatsmeistertitel in Klagenfurt in der Allgemeinen Klasse und Rang eins in der Juniorenkategorie. Daneben gab es einen Sieg beim internationalen Bosphorus Cup 2019 in Istanbul, Platz zwei beim „Goldenen Bären“ in Zagreb, Rang drei bei der Tallinn-Trophy und ein vierter Platz bei der EduSport-Trophy in Bukarest.

Guter Aufbau

„Die EM ist der erste große Bewerb für Olga“, erklärt Trainerin Elena Romanova, die schon Viktor Pfeifer zu Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften geführt hat. „Wir wissen nicht so richtig, wo wir stehen. Auch müssen wir sehen, was die Preisrichter auf internationalem Niveau zu diesem Programm sagen.“
Der Einstieg in Kurzprogramm und Kür ist mit Triple Lutz und Triple Toeloop anspruchsvoll. „Olga arbeitet sehr gut, hat einen soliden Aufbau“, sagt Romanova. „Sie ist sehr gut im Ausdruck, läuft das Progamm mit Schwung, hat Stärken bei den Pirouetten und ist auch mental stark.“ Sie würde sich noch mehr Wettkämpfe, in dieser Saison, waren es bisher zehn, für ihren Schützling wünschen. „Damit könne sie sich in den Konkurrenzen noch stabiler und sicherer präsentieren.“
Die Vorbereitung für die Athletin des FEV Feldkirch lief in gewohnten Bahnen. Weil Mikutina auch im Gynasium Feldkirch schulisch zu hundert Prozent gefordert wird, musste das Trainingsslager in Graz mit dem Paarlauf-Duo Miriam Ziegler und Severin Kiefer als Vorbereitung auf die EM abgesagt werden. „Sie hätte sonst drei Wochen in der Schule, die ihr mit den Fehlstunden aber sehr entgegenkommt, gefehlt“, begründet Romanova. „Das wollte sie nicht.“ Während im Kurzprogramm zur letzten Saison Änderungen vorgenommen wurden, ist die Kür mit zwölf Elementen, die jetzt anspruchsvoller sind, dieselbe gebleiben. Mikutina, die in der aktuellen Weltrangliste auf Platz 94 geführt wird, hat sich fürs Kurzprogramm flotte Musik ausgewählt, läuft zu „Sing, Sing, Sing“ von Benny Goodman. Die Kür bestreitet sie zum Step Up-Tango von Bear McCreary.