Eishockey: VEU ging nach Überfall unter, Lustenau dominierte KAC-Farmteam

Sport / 23.01.2020 • 23:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Harter Arbeitstag für VEU-Torhüter Alex Caffi, er musste gegen Salzburg gleich neun Mal hinter sich greifen.Hartinger
Harter Arbeitstag für VEU-Torhüter Alex Caffi, er musste gegen Salzburg gleich neun Mal hinter sich greifen.Hartinger

Feldkirch unterlag Salzburg 1:9, EHC gewann beim KAC 4:2.

Feldkirch, Klagenfurt Wie im vergangenen Jahr muss sich die VEU Feldkirch die Teilnahme am Finale um den österreichischen Meistertitel wohl abschminken. Das Team von Michael Lampert unterlag im ersten Play-off-Halbfinale in der Vorarlberghalle gegen Salzburg 1:9. Sehr gut stehen die Chancen auf die Endspielserie hingegen für den EHC Lustenau, der sich in Klagenfurt gegen das Farmteam des KAC mit 4:2 durchsetzte.
Es war ein Überfall, dem sich die VEU im Duell mit Salzburg in der Vorarlberghalle in der ersten Minuten gegenüber sah. Die gut ausgebildeten Juniors spielten ihre technischen, taktischen und eisläuferischen Vorzüge aus, zauberten Kombinationen wie auf einem Reißbrett auf das Eis. Nach knapp fünf Minuten lag Feldkirch mit 0:3 zurück. Auch, weil man sich selbst das Leben schwer machte. Torhüter Alex Caffi und seine Vorderleute waren mit diversen Fehlern am schnellen Rückstand beteiligt. Die VEU versuchte kurz vor Drittelende und auch noch zu Beginn des zweiten Abschnitts in Überzahl zum ersten Treffer zu kommen. Ein Konter in Unterzahl zum 0:4 bedeutete aber nach nur 21 Minuten die frühe Entscheidung. Mit Ausnahme des 1:8 durch Daniel Fekete war der Hausherr offensiv nicht vorhanden, nach 60 Minuten stand ein Schussverhältnis von 13:53. „Das war unterirdisch“, konnte Coach Lampert der Leistung seiner Schützlinge nichts abgewinnen.

Rumpfteam überzeugte

Der EHC Lustenau ließ sich in Klagenfurt die lange Ausfallsliste nicht anmerken, sechs Verteidiger und neun Stürmer dominierten das Farmteam des KAC über weite Strecken. David Slivnik und die Haberl-Brüder Dominic und Lucas mussten wegen eines Virus verzichten, Trainer Christian Weber vertraute diesmal Lukas Reihs im Tor. Ausgerechnet der gebürtige Klagenfurter Max Wilfan drückte dem Spiel den Stempel auf, er war mit einem Tor und zwei Vorlagen der Vater des Sieges. Der EHC hatte mehr vom Spiel, verbuchte mit 32 doppelt so viel Torschüsse wie der Gegner. Die Führung durch Stefan Hrdina (16.) und Mark Hurtubise (46.) glich der KAC mit Toren von Rok Kapel (39.) und Talent Marco Kasper (52.) aus, Wilfan (55.) und Timo Demuth (56.) machten im Finish den EHC-Erfolg perfekt. do-ko