Russland untersucht ISS auf technische Mängel

Wissen / 31.01.2020 • 16:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Moskau Russland untersucht die Internationale Raumstation ISS in den kommenden Monaten auf technische Mängel. Dies sei notwendig, wenn die ISS rund 400 Kilometer über der Erde länger als bisher geplant im All bleiben sollte, erklärte Jewgeni Mikrin, einer der russischen Chefkonstrukteure. Die Untersuchung habe bereits begonnen, sagte er der Agentur Tass. Die Ergebnisse sollten bis Jahresmitte vorliegen. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos hatte bereits im vergangenen Jahr die Überprüfung des Zustands der Raumstation angekündigt.

Die ISS befindet sich seit mehr als 20 Jahren im All, sie wird oft als Außenposten der Menschheit bezeichnet. Bis 2024 stehen die Pläne der Amerikaner und Russen für das milliardenschwere Projekt. Es gibt aber auch Ideen, bis 2030 an der ISS festzuhalten. Derzeit leben und arbeiten sechs Raumfahrer auf der ISS.

Immer wieder war die Weltraum-WG in den vergangenen Jahren in die Schlagzeilen geraten. 2018 sorgte ein kleines Loch an einer angedockten russischen Sojus-Kapsel für Aufsehen. Zuletzt warnten russische Wissenschafter vor potenziellen Roststellen an der Raumstation.