Vorarlberger Volkspartei nimmt sich 2020 einiges vor

Politik / 31.01.2020 • 16:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Schwerpunkte der Arbeit im angebreochenen neuen Jahr standen im Mittelpunkt einer Präsentation von Klubchef Roland Frühstück (l.) und Klubmitarbeiter Michael Dittrich. VN/WALSER

Klubobmann Roland Frühstück präsentierte im Landhaus in Bregenz Arbeitsschwerpunkte im neuen Jahr.

Bregenz Der Klubobmann der Vorarlberger Volkspartei stellte im Bregenzer Landhaus die Arbeitsschwerpunkte seiner Fraktion für das Jahr 2020 vor. Dabei hielt er einleitend fest, dass die Welt ein Stück unsicherer geworden ist und dass sich Vorarlberg aktuellen Veränderungen, Stichworte Klimawandel, Coronavirus und schwaches Wirtschaftswachstum, nicht entziehen kann. „Es ist jedoch nicht nur eine Managementweisheit, dass mit der Veränderung immer auch Chancen verbunden sind. Die Vorarlberger Mentalität des ’net lugg lo‘ ist deshalb die richtige Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit!“

Smarte Produkte „Made in Vorarlberg“

„Die Antwort der Vorarlberger Wirtschaft auf den Klimawandel sind smarte Produkte, die nachhaltiger entwickelt, produziert, genutzt und entsorgt werden können.“ Es gelte deshalb, am Standort Vorarlberg alle Voraussetzungen zu schaffen, die jene smarten Lösungen „Made in Vorarlberg“ ermöglichen. Die Vorarlberger Regierungskoalition werde in diesem Jahr in Sachen Klimaschutz einen Schwerpunkt setzen, etwa mit dem Start des „Strategiedialogs Wirtschaft und Umwelt“.

Ehrenamt und bürokratischer Ballast

Darüber hinaus habe das Land eine umfassende Studie über die Entwicklung des Ehrenamts in Auftrag gegeben. Die Detailergebnisse würden in den nächsten Wochen präsentiert. „Erfreulich ist die Tatsache, soviel lässt sich aus einer ersten Auswertung bereits herauslesen, dass die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger vermehrt bereit sind, sich in unseren Vereinen ehrenamtlich zu engagieren“, berichtet Frühstück. „Allerdings wissen wir auch, dass die Bereitschaft, eine konkrete Funktion mit entsprechender Verantwortung zu übernehmen, abnimmt. Einer der Gründe für diese Zurückhaltung liegt in der zunehmenden Bürokratie, mit der die Vereinsfunktionäre konfrontiert sind. Ein Umstand, der für die Vorarlberger Volkspartei Anlass ist, eine Ehrenamtsoffensive zu starten. Zielsetzungen dabei sind unter anderem das österreichische Vereinsrecht deutlich zu entschlacken und Haftungsfragen möglichst klar und im Sinne der Vereine zu regeln“, so Frühstück.  

Ausbildung der Volksschullehrer verkürzen

Mit Blick auf aktuelle Engpässe im Bereich Volksschulpädagogen formulierte Klubobmann Frühstück eine Forderung an den Bund: „Im Jahr 2016 wurde die Ausbildungsdauer für die Volksschullehrer an den Pädagogischen Hochschulen von 6 auf 10 Semester erhöht. Diese Regelung ist aus meiner Sicht zu hinterfragen, weil dadurch der Lehrermangel an Vorarlbergs Schulen unnötig verschärft wird. Ich würde mir wünschen, dass die Studiendauer auf acht Semester verkürzt wird. Auch der verpflichtende Masterabschluss für den Unterricht an der Volksschule ist zu hinterfragen.“